Trump hatte den 73-jährigen Powell unter anderem als „Schwachkopf“ und „Verlierer“ beschimpft, weil er keine so deutliche Leitzinssenkung herbeiführte wie vom Präsidenten gewünscht. Als neuen Fed-Chef nominierte Trump den früheren US-Zentralbankgouverneur Kevin Warsh. Er soll Powells Nachfolge nach dem 15. Mai antreten, wenn die Amtszeit des bisherigen Notenbankchefs regulär endet.
Allerdings muss der US-Senat Warsh noch bestätigen – und diese Entscheidung liegt auf Eis. Hintergrund sind die von Trump selbst angestoßenen Justizermittlungen gegen Powell wegen angeblich massiv überhöhter Kosten bei der Renovierung des Fed-Gebäudes in Washington.
Angesichts der wirtschaftlichen Verunsicherung durch den Iran-Krieg lässt die US-Notenbank den Leitzins unverändert. Die Zinsspanne bleibt damit bei 3,5 bis 3,75 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington mitteilte.
Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard erklärte am Mittwoch, der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Gabbard bekräftigte in ihrer schriftlichen Erklärung vor einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats. „Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen“, heißt es darin unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste.
Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer „unmittelbar bevorstehenden Bedrohung“ durch das iranische Atomprogramm begründet. In seiner Rede zur Lage der Nation am 25. Februar hatte er dem Iran zudem vorgeworfen, „Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten von Amerika erreichen werden“.
Angesichts der neuen Drohung von US-Präsident Donald Trump zur Übernahme Kubas hat der Präsident des Inselstaates entschlossene Gegenwehr angekündigt. „Jeder äußere Aggressor wird auf unerschütterlichen Widerstand stoßen“, erklärte Präsident Miguel Díaz-Canel am Dienstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Trump hatte am Montag gedroht, er werde Kuba „übernehmen“.
Zuletzt hatte Trump den Druck auf Kuba weiter erhöht. Vor Journalisten sagte Trump am Montag im Weißen Haus, er werde das Land „übernehmen“. „Mein ganzes Leben lang höre ich schon von den Vereinigten Staaten und Kuba. Wann werden die Vereinigten Staaten es tun?“, sagte er. „Ich glaube wirklich, dass ich die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen.“ Ob er es „befreie“ oder es „übernehme“: Er könne mit dem Inselstaat „alles machen, was ich will“, sagte Trump. Es war eine von Trumps deutlichsten Drohungen gegen die kommunistisch regierte Insel.