Sony hat den PSVR2-Shooter „Firewall Ultra“ ohne Vorankündigung aus dem PlayStation-Store entfernt. Gleichzeitig steht fest, dass die Online-Funktionen des Spiels in wenigen Monaten abgeschaltet werden. Was sagt das über PlayStation VR2?
Der taktische Multiplayer-Shooter „Firewall Ultra“ ist nicht mehr im PlayStation-Store erhältlich. Sony Interactive Entertainment hat den Titel ohne vorherige Ankündigung aus dem Angebot entfernt. Parallel dazu wurde bestätigt, dass das Spiel vollständig eingestellt wird.
Der Termin für die Abschaltung der Online-Systeme steht bereits fest. Sie werden am 17. September 2026 vom Netz genommen. Da „Firewall Ultra“ vollständig auf Online-Funktionen ausgelegt ist, endet damit die gesamte Nutzbarkeit. Spieler haben somit noch rund sechs Monate Zeit, um Inhalte abzuschließen oder Trophäen freizuschalten.
Firewall Ultra konnte Erwartungen nicht erfüllen
„Firewall Ultra“ erschien 2023 als PSVR2-exklusiver Nachfolger von „Firewall: Zero Hour“ aus dem Jahr 2018. Entwickelt wurde der Shooter von First Contact Entertainment, veröffentlicht von Sony Interactive Entertainment.
Zum Release wurde das Spiel als Weiterentwicklung der Reihe vermarktet. In der Praxis blieb die Resonanz jedoch hinter der des Vorgängers zurück. Während „Firewall: Zero Hour“ auf Metacritic eine Durchschnittswertung von 79 Punkten erreichte, kam „Firewall Ultra“ auf 62 Punkte.
Auch die langfristige Unterstützung blieb trotz großer Pläne und der Year-1-Roadmap begrenzt: Der Entwickler First Contact Entertainment wurde nach dem Release geschlossen.
Ende 2023 hieß es: „Der Mangel an Unterstützung für VR in der Branche hat letztendlich seinen Tribut gefordert. Als AAA-VR-Spieleentwickler sind wir einfach nicht in der Lage, die künftigen Kosten zu rechtfertigen. Wir sind ein Team furchtloser Innovatoren, die bereit sind, neue Technologien an ihre Grenzen zu bringen.“
VR-Plattformen ohne großen Durchbruch
Was bedeutet das für PlayStation VR2? Im Grunde bleibt die Situation, wie sie ist. Sony verkauft das Virtual-Reality-Headset weiter, seit einiger Zeit gar mit einem deutlich günstigeren Preis, der im Dezember von einer kleinen Werbekampagne begleitet wurde:
Doch den großen Durchbruch wird PlayStation VR2 nicht mehr erleben. Dem ist sich auch Sony bewusst und justierte längst nach: Seit Mitte 2024 etwa ist das Headset mit dem PC kompatibel.
Bei anderen VR-Unternehmen sieht es ähnlich aus. Meta stellt die VR-Version von „Horizon Worlds“ ein und richtet die Plattform künftig vollständig auf mobile Geräte aus. Bis zum 31. März 2026 wird der Online-Mehrspielermodus aus dem Quest-Store entfernt.
Am 15. Juni 2026 verschwindet Horizon Worlds schließlich komplett von der Quest-Plattform, sodass alle bisherigen VR-Welten nicht mehr zugänglich sind. Stattdessen sollen Nutzer künftig über die Meta-Horizon-Mobile-App auf mobiloptimierte Welten zugreifen können.
Im Januar reduzierte Meta den Bereich Reality Labs um zehn Prozent. Kurz darauf wurden drei VR-Studios geschlossen, darunter Twisted Pixel Games, bekannt für „Marvel’s Deadpool VR“, Sanzaru Games, das an „Asgard’s Wrath“ gearbeitet hatte, sowie Armature Studio, das unter anderem für VR-Portierungen wie „Resident Evil“ verantwortlich war.
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