Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Estland: Russischer Kampfjet verletzte Nato-Luftraum
Aktualisiert am 19.03.2026 – 13:55 UhrLesedauer: 10 Min.
Ein russisches Suchoi Su-30 Kampfflugzeug (Symbolbild): Ein Flugzeug dieser Art hat den estnischen Luftraum verletzt. (Quelle: Vitaliy Timkiv/dpa)
Die Ukraine meldet viele tote russische Soldaten. Ein Kremlpropagandist will Putin vor Gericht sehen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht zum 19. März einen Drohnenangriff auf die Stadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gestartet, berichtet „Kyiv Independent“ unter Berufung auf Telegramgruppen mit Anwohnerberichten.
Demnach waren in der Nähe des Stadtzentrums Explosionen zu hören. Ein Gebäude, in dem das 3. Funktechnische Luftabwehrregiment der russischen Streitkräfte untergebracht ist, soll Ziel des Angriffs gewesen sein. Laut dem von Russland eingesetzten Stellvertretergouverneur soll es einen Toten und zwei Verletzte gegeben haben.
Die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte bestätigten, dass sie russische Militärziele auf der besetzten Krim angegriffen haben, darunter ein Logistiklager auf dem Flugplatz Chersones sowie Ausrüstung zur Unterstützung von Systemen für elektronische Kriegsführung und Funkaufklärung in Sewastopol.
Das baltische EU- und Nato-Mitglied Estland hat erneut die Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Ein Kampfjet des Typs Sukhoi Su-30 sei am 18. März nahe der Ostsee-Insel Vaindloo unerlaubt für etwa eine Minute in den Luftraum eingedrungen, teilte die Armee in Tallinn mit.
Nach Angaben des estnischen Außenministeriums reagierte eine Einheit der italienischen Luftwaffe auf die Luftraumverletzung. „Es bestand keine Bedrohung für die Sicherheit Estlands“, teilte Außenminister Margus Tsahkna mit.
Das Außenamt bestellte einer Mitteilung zufolge wegen des Vorfalls den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und überreichte eine Protestnote.
Russischen Telegram-Medienkanälen zufolge haben ukrainische Streitkräfte in der Nacht vom 19. März einen Drohnenangriff auf die Stadt Sewastopol auf der besetzten Krim gestartet, wie sie unter Berufung auf Berichte von Anwohnern meldeten.
Im Stadtzentrum waren Explosionen zu hören, wobei Anwohner berichteten, dass ein Gebäude, in dem das 3. Funktechnische Luftabwehrregiment der russischen Streitkräfte untergebracht ist, angegriffen wurde.
Der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew sagte, 27 Drohnen seien beim Anflug auf die Stadt abgeschossen worden. Es sei mindestens ein Brand in einem Wohnhaus gemeldet worden. Bei dem Angriff sei eine Person getötet und zwei weitere verletzt worden. Der „Kyiv Independent“ konnte die Berichte nicht unabhängig überprüfen.
