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Immerhin sprang für die BSG Chemie Leipzig noch ein Punkt heraus – auch wenn der Treffer von Kay Seidemann zum 2:2 im Nachholer gegen den BFC Preussen glücklich (weil nicht unhaltbar) war. Das Remis reichte dem Klub jedoch, um in der Regionalliga Nordost (4. Liga) am FC Eilenburg vorbei vorerst wieder auf den drittletzten Platz zu springen.

Viel mehr scheint nach Lage der Dinge auch bis zum Saisonende für die BSG nicht möglich zu sein. Die Frage stellt sich daher schon jetzt: Würde diese Platzierung für den Klassenerhalt reichen? Eine klare Antwort gibt es dafür (noch) nicht. Aber mehrere Szenarien. Dafür muss nicht nur in die 3. Liga, sondern sogar in die 2. Liga geschaut werden.

Bis zu drei Klubs könnten aus der 4. Liga absteigen

Zunächst mal: Die zwei Oberliga-Meister steigen in die 4. Liga auf. Dafür müssten normalerweise die beiden Letzten der Regionalliga absteigen. Aber: Die Anzahl der Absteiger kann sich auf maximal vier erhöhen – oder auf nur einen verringern. Und das hängt von den Ost-Absteigern aus der 3. Liga ab.

Gut für Chemie: In der 3. Liga steht allein Erzgebirge Aue vorm Absturz in die Regionalliga Nordost. Der ist allerdings ziemlich wahrscheinlich. Dagegen könnte sich der Regionalliga-Meister – derzeit ist Lok Leipzig vorn – über die Aufstiegsspiele für die 3. Liga qualifizieren. Gegner wäre der Bayern-Meister Unterhaching oder Würzburg. Tritt beides ein, bleibt es bei zwei Absteigern aus der 4. Liga. Steigt Aue ab und der Regionalliga-Meister schafft den Aufstieg nicht, sind es dagegen drei, weil die Anzahl der Klubs in der Staffel bei 18 bleiben muss.

Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, dass ein weiterer Regionalliga-Kellerklub drin bleibt. In der 2. Liga ist der 1. FC Magdeburg derzeit auf dem letzten Platz. Steigt der FCM in die 3. Liga ab, muss auch die 2. Mannschaft eine Liga runter. Grund: Laut DFB-Statuten dürfen zweite Mannschaften von Drittligisten nicht in der Regionalliga spielen. Die FCM-Reserve steht derzeit auf Platz 8 in der Regionalliga Nordost, würde dann aber auf den letzten Platz gesetzt. Chemie würde der drittletzte Platz in diesem Fall reichen.

So oder so droht dem Klub aus Leipzig-Leutzsch noch ein langes Zitterspiel.