„Wir haben uns nach fünf Jahren wieder an der Craft Spirits Berlin beteiligt, weil wir eine Standortbestimmung haben wollten, wie wir international mit unseren Produkten liegen. Da auch viele starke deutsche Brenner mitgemacht haben, ist dieser Sieg natürlich eine großartige Bestätigung für die Qualität, die wir bieten“, sagt Edelbrenner Georg Hiebl. An der Craft Spirits Berlin nahmen Spitzenbrenner und Newcomer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ungarn, der Slowakei, Luxemburg, Spanien und Mexiko teil – insgesamt waren es diesmal 120 Betriebe.

Hiebl hat 47 Produkte zur Bewertung eingereicht und alle wurden prämiert. Den Kategoriensieg holte er sich in der Kategorie Kernobst mit dem Dr. Gyout Birnenbrand, in der Kategorie Beeren mit der Waldbrombeere. In der Kategorie Wildfrüchte belegte er mit Vogelbeere, Eisbeere und Felsenbirne gleich die ersten drei Plätze. Den vierten Kategoriesieg sicherte er sich mit dem Rosenblütenlikör (mit Rosenblüten aus dem Hofgarten in Seitenstetten). Dazu kamen noch 15 Gold-, 20 Silber- und acht Bronzemedaillen für die weiteren eingereichten Schnäpse.

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Georg Hiebl mit einer Auswahl seiner Goldmedaillen und der Trophäe für die „Craft Distillery of the year in GOLD“.

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Knapp

Zuletzt hatte sich Hiebl 2021 am Craft Spirits Award beteiligt und auch damals gelang der Mostviertler Spitzendestillerie der Sprung auf das oberste Stockerl. „Wir machen nicht so oft mit, aber wenn, dann wollen wir gescheit mitmachen – und aufgrund des Rufs, den wir uns erarbeitet haben, setzt man in uns auch große Erwartungen“, sagt Hiebl. Diese hat er heuer wieder voll und ganz erfüllt.

Während in der Branche viele Betriebe aufgrund der Wirtschaftskrise über Absatzeinbrüche von 20 bis 30 Prozent klagen, ist Hiebl mit dem Geschäft zufrieden. „Wie man sieht, passt die Qualität und wir sind auch gut vernetzt. Zudem geht der Ab-Hof-Verkauf. Ich könnte auch fast wöchentlich eine Schnapsverkostung machen, was natürlich gut für die Mundpropaganda ist, weil man da den Leuten zeigen kann, welches Know-how notwendig ist, um einen guten Schnaps zu machen“, berichtet der Edelbrenner. Stark zugenommen hat in den letzten Jahren auch der Onlinehandel. „Vor Corona haben wir rund 300 Packerl im Jahr verschickt, jetzt sind wir bei rund 1.000.“

Im kommenden Jahr feiert die Destillerie übrigens ihr 30-Jahr-Jubiläum. Dann wird Hiebl voraussichtlich auch schon seine neueste Kreation präsentieren können. Gemeinsam mit dem Stanglwirt bei Kitzbühel ist er dabei, einen Molkebrand zu entwickeln, der vor allem als Basis für Cocktails dienen soll.