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Schauspielerin Collien Fernandes erstattet Anzeige gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen. Sie kämpft gegen Online-Missbrauch und erhebt schwere Vorwürfe.
Update vom 19. März, 16.28 Uhr: Kurz nach Veröffentlichung des Spiegel-Berichts legt Collien Fernandes in einem mehrteiligen Instagram-Post nach. Sie erhebt weitere Vorwürfe und erhält viel Zuspruch. Innerhalb von 30 Minuten gingen mehr als 400 Kommentare ein, darunter auch Wortmeldungen zahlreicher Prominenter wie Model Stefanie Giesinger, Podcasterin Leila Lowfire, Komikerin Ines Anioli und Ex-Grünen-Politikerin Ricarda Lang.
Im September 2025 hatten Fernandes und Schauspieler Christian Ulmen, bekanntgegeben, nach 14 Ehejahren getrennt zu sein. (Archivbild) © Thomas Banneyer/dpa
Erstmeldung vom 19. März, 14.11 Uhr: Collien Fernandes erhebt schwere Anschuldigungen gegen Ex-Partner Christian Ulmen. Gegenüber dem Spiegel berichtet sie von psychischer und emotionaler Gewalt. Der Vorwurf: „Virtuelle Vergewaltigung.“ Ulmen möchte sich laut Bericht nicht äußern, es gilt die Unschuldsvermutung.
Jahrelang fand Collien Fernandes pornografische Fake-Videos von sich selbst im Internet – Videos, die sie nie gedreht hat und die dennoch täuschend echt wirken. Jemand soll über Jahre hinweg Fakeprofile unter ihrem Namen betrieben, mit Männern sexualisierte Nachrichten ausgetauscht und sogar Telefonsex als vermeintliche Collien Fernandes gehabt haben. Zusätzlich sollen pornografische Fotos und Videos verschickt worden sein, auf denen Frauen zu sehen waren, die der Schauspielerin „zum Verwechseln ähnlich“ sahen.
Collien Fernandes erstattete Anzeige bereits vor Jahren – ihr Verdacht fällt nun auf Ex-Mann Ulmen
Fernandes vermutete hinter den Internetaktivitäten zunächst Unbekannte und erstattete im November 2024 Anzeige in Berlin, wie der Spiegel weiter berichtet. Später habe sie den Verdacht entwickelt, der oder die mutmaßlichen Täter könnten in ihrem persönlichen Umfeld liegen. Dieser Verdacht fiel dann auf Ulmen. Fernandes berichtet sogar, der Schauspieler habe ihr gegenüber gestanden. Im September 2025 gaben Fernandes und Ulmen ihre Trennung öffentlich bekannt.
Der Spiegel gibt an, für seine Recherche mehrere Personen aus dem Umfeld befragt zu haben – in Hamburg, Berlin und auf Mallorca. Einige davon hätten ihre Aussagen an Eides statt versichert, ebenso wie Fernandes selbst. „Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut“, sagt die Schauspielerin dem Spiegel und zeigt eine Handynachricht, in der sie Ulmen schrieb: „Du tust so, als sei das hier eine ganz normale Trennung unter zwei Eheleuten. Das ist sie nicht, du hast mich virtuell vergewaltigt.“
Schauspielerin Collien Fernandes engagiert sich seit langem gegen Deepfakes
Collien Fernandes kämpft schon länger öffentlich gegen Deepfake-Pornografie. Für das ZDF-Doku-Format Die Spur recherchierte sie das Thema und sprach dabei offen über ihre eigenen Erfahrungen. „Nach meiner Recherche werden die Gesetze nicht angewendet, in Deutschland wurde bisher kein Fall geahndet“, sagte sie 2025 dem WR-Magazin. Besonders betroffen mache sie das Schicksal anderer Frauen: „Ich habe eine Frau interviewt, die bereits zum fünften Mal umziehen musste, weil im Internet, neben Deepfake-Pornografie von ihr, mehrfach ihre Adresse veröffentlicht wurde.“ Was sich bezüglich der Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen nun bewahrheitet, ist offen. Laut Bericht hat das Bezirksgericht in Palma de Mallorca Vorermittlungen eingeleitet, Anklage wurde nicht erhoben. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Verwendete Quellen: Spiegel, WR-Magazin, ZDF) (moe)