Dort, wo Tausende Menschen im September der Pfälzer Lebensart rund um Weck, Worschd und Woi frönen und das größte Weinfest der Welt feiern, wird in diesem Jahr einige Wochen zuvor Spitzensport geboten. Auf dem Wurstmarktplatz in Bad Dürkheim liegt am Samstag, 22. August, die Zielgerade des dritten Teilstücks der Deutschland-Tour. Das haben die Organisatoren des wichtigsten deutschen Radsportrennens nun bekannt gegeben. Statt Karussellfahren heißt es dann also bestenfalls Massensprint.
„Wunderbare Gelegenheit“
ARD und ZDF übertragen die Tour, weltweit läuft sie laut Veranstaltern in 190 Ländern. Und dort werden nicht nur Bilder aus Bad Dürkheim zu sehen sein. Bevor die Radsportler, in den vergangenen Jahren waren stets mehr als 100 Profis am Start, in die Kurstadt kommen, durchqueren sie den Pfälzerwald und überwinden auf ihrem Weg über Johanniskreuz und durch das Elmsteiner Tal einige Höhenmeter. Anschließend geht es auch durch die Verbandsgemeinden Deidesheim, Wachenheim und Freinsheim. Die genaue Streckenführung wird noch geplant, die Politik jubiliert schon jetzt: „Es ist eine wunderbare Gelegenheit, unsere Region einem breiten Publikum vorzustellen“, wird Hans-Ulrich Ihlenfeld, Landrat des Landkreises Bad Dürkheim, zitiert. „Entlang der Strecke zeigt sich die Schönheit unserer Landschaft – des Pfälzerwaldes ebenso wie der sonnenbeschienenen Weinberge.“
Die Deutschland-Tour 2026 startet am Mittwoch, 19. August, mit dem Prolog in Bad Orb, danach folgen vier Etappen. Die Rundfahrt ist in der Regel Teil der UCI ProSeries des Radsport-Weltverbands und zählt zur zweiten Kategorie unterhalb der UCI WorldTour, der beispielsweise die Tour de France
angehört. Ziel der Deutschland-Tour ist in diesem Jahr Heilbronn. Neben den Profirennen gibt es auch Breitensportangebote