Als Reaktion auf Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Oppositionellen auf Kuba werde die Botschaft von Costa Rica in Havanna geschlossen, sagte Außenminister Arnoldo André. Kuba sei aufgefordert worden, sein diplomatisches Personal aus Costa Rica abzuziehen. Nur Konsularbeamte dürften bleiben, sagte der Minister. Damit ist Costa Rica nach Ecuador das zweite lateinamerikanische Land innerhalb von knapp zwei Wochen, das seine diplomatischen Beziehungen zu Kuba abbricht.

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Washington unterstützen nun fast keine lateinamerikanischen Länder mehr den sozialistischen Karibikstaat aktiv. Die Ausnahme ist die linke Regierung Mexikos. In jüngster Zeit hat die Region einen Rechtsruck erlebt. In Ländern wie Bolivien und Argentinien, die früher Verbündete von Kuba waren, sind nach Wahlen rechtsgerichtete Politiker an die Macht gekommen, die US-Präsident Donald Trump nahestehen.

Der designierte Nachfolger der entlassenen US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat einen Kurswechsel bei der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE in Aussicht gestellt. Er wolle ICE von der „Frontlinie“ wegbringen, sagte der Republikaner Markwayne Mullin am Mittwoch bei seiner Nominierungsanhörung im Senat. Sein Sechs-Monats-Ziel sei es, dass die Einsätze nicht mehr jeden Tag die Schlagzeilen beherrschen.

„Ich möchte das Vertrauen in die Behörde zurückgewinnen“, sagte Mullin. So sollten die Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde künftig richterliche Haftbefehle vorzeigen, bevor sie Wohnungen oder Geschäftsräume betreten, um Migranten ohne Papiere aufzuspüren. Das gelte allerdings nicht, wenn sie Schwerverbrechern auf der Spur seien, schränkte Mullin ein.

Auch bei der Katastrophenschutzbehörde Fema will Mullin nach eigenen Worten weniger radikal vorgehen. Sie solle anders als bisher geplant „umstrukturiert“ und nicht abgeschafft werden, versicherte er. Der Senat muss seiner Nominierung zustimmen.