Stand: 19.03.2026 20:28 Uhr
In einem Futsal-Turnier sind am Donnerstag verschiedene Förderschulen aus ganz Schleswig-Holstein gegeneinander angetreten. Der Titel des Landesmeisters ging nach Kiel zur Ellerbeker Schule.
Die Sporthalle des Fördegymnasiums Flensburg am Donnerstag: ein audiovisueller Cocktail aus bunten Triktos und lauten Geräuschen. Hallenschuhe quietschten auf dem Boden, Trommeln und Klatschpappen sorgten für eine ordentliche Akustik. Fünf verschiedene Förderschulen sind im Futsal, einer Hallenfussballvariation, gegeneinander angetreten.
Die Mannschaften setzten sich zuvor in regionalen Turnieren durch und griffen im Landesfinale nach der Krone. Aus einer großen Soundbox ertönten Motivationslieder, wie „Erfolg ist kein Glück“ von Rapper Kontra K oder der Fußball-Evergreen „Major Tom“ von Peter Schilling. Ein Live-Kommentator heizte den Spielern ein und tröstete.
Förderschulen im fairen Wettkampf

Die Siegermannschaft der Ellebeker Schule aus Kiel.
Das Futsal-Turnier ist in vielerlei Hinsicht besonders. Es gibt kein Finale in Berlin, wie bei den anderen Sportarten. Futsal werde dort leider nicht ausgetragen, erklärt der Kreisschulbeauftragter Olaf Schlegel aus dem Kreis Pinneberg. Er koordiniert die Turniere für die Förderschulen. Und das ist nicht die einzige Besonderheit. Die Futsal-Teams sind gemischt und inklusiv. Die Spieler sind unterschiedlich alt und haben unterschiedliche Beeinträchtigungen. Gerade wegen dieser Diversität haben die Turnierverantwortlichen das Geschehen im Blick. Ist ein Team zu dominant, muss es vorerst in Unterzahl weiterspielen.
Kiel wird Landesmeister
Fairness und Spaß werden also großgeschrieben. Trotzdem sind Spieler und Betreuer hochmotiviert. In den Katakomben machte sich zum Abschluss die Schule der Astrid-Lindgren-Schule für das Finale warm. Die Schule aus Lübeck war bis dahin ungeschlagen, genau wie der Gegner aus Kiel: die Ellerbeker Schule. In der Luft lag Moschus und Kampfgeist.
Der Lübecker Trainer heizte sein Team an und versprach: Wenn sie gewinnen, gibt es Döner für alle. Großer Jubel, dann ging es ab auf das Spielfeld. Der Bestechungsversuch blieb am Ende aber erfolglos, die Kieler krönten sich souverän zum Landesmeister. Bei der Siegerehrung bekamen alle Urkunden und Medaillen. Ein Zeichen der Wertschätzung.

In den Kategorien Klavier, Harfe und Drum-Set haben sich Jugendliche aus Halstenbek, Ahrensburg und Tornesch durchgesetzt.

Erstmalig fand der Wettbewerb in Flensburg statt. Von ungefähr 100 Teilnehmenden kommen elf in die Landesrunde.

In Flensburg, Husum, Kiel, Neumünster, Heide und Lübeck haben junge Menschen am Donnerstag gegen das neue Wehrdienstgesetz protestiert.