Ganz nüchtern gesehen, bleiben 27 Punkte zu vergeben. Wenigstens drei auf einmal wären der dringend benötige erste Hoffnungsschimmer im bislang so trost- und vor allem sieglosen Kalenderjahr 2026. „Ich weiß, es ist hypothetisch – aber was passiert, wenn wir ein Spiel gewinnen?“, fragte Christoph Dabrowski. Freisetzende Kräfte, einkehrende Lockerheit und Leichtigkeit. All das wünscht sich der 47-Jährige.

Aue noch ohne Punkt und Tor im Carl-Benz-Stadion

Aber das Mannheimer Carl-Benz-Stadion war in den letzten Jahren alles, nur kein Auer Sehnsuchtsort. Die bisher drei Gastspiele des FC Erzgebirge beim SV Waldhof gingen jeweils ohne eigenen erzielten Treffer verloren. An der FCE-Vergangenheit in Mannheim trägt der erst seit Anfang Februar 2026 in Aue arbeitende Christoph Dabrowski selbstverständlich keinen Anteil.

In der Gegenwart wiederum muss der langjährige Bundesliga-Profi die „immer wiederkehrenden Muster an individuellen Fehlern“ beklagen, die seinem Team wiederholt durchaus mögliche Erfolgserlebnisse kosteten. Und trotzdem wurde Dabrowski auch auf dieser Pressekonferenz nicht müde zu betonen: „Die Mannschaft hat Nehmerqualitäten und ist in der Lage, ein Spiel komplett zu drehen. Es war gegen Aachen und an der Hafenstraße [bei Rot-Weiss Essen, Anm.] möglich.“

Wer ersetzt Jamilu Collins?

Nun muss das Ausrufezeichen im Keller eben beim Tabellen-Neunten aus Mannheim gelingen. Bei den Waldhöfern kehrt der zuletzt Rot-gesperrte Angreifer Terrence Boyd in seiner letzten Karrieresaison ins Aufgebot zurück.

Den Auern fehlt neben Ersatzkeeper Max Uhlig, Erik Majetschak und Anthony Barylla diesmal auch Linksverteidiger Jamilu Collins (5. Gelbe). Christoph Dabrowski ließ offen, ob Moritz Seiffert den freigewordenen Posten positionsgetreu einnimmt. Die Alternative wäre eine Fünferkette mit Jannic Ehlers oder Marvin Stefaniak als Schienenspieler auf links.