
AUDIO: Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn zu Ende (1 Min)
Stand: 20.03.2026 06:19 Uhr
Der Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn ist seit Freitagmorgen beendet. Die Gewerkschaft ver.di hatte wegen des Tarifkonflikts dazu aufgerufen. Am Sonnabend soll dann erneut 24 Stunden gestreikt werden.
Seit 3 Uhr am Donnerstag hatten die Fahrerinnen und Fahrer gestreikt – geendet ist der Warnstreik nach 24 Stunden am Freitag um 3 Uhr. Laut Hochbahn kam es zu massiven Einschränkungen. Der Warnstreik hatte die U-Bahn für die Zeit des Warnstreiks flächendeckend lahmgelegt. Nachtfahrten waren ebenfalls betroffen. Die Linien 16 und 114 fuhren laut Hochbahn unregelmäßig. Die Linien 180, 161 sowie 561 fuhren dagegen gemäß Fahrplan. Auch der Arenen-Shuttle-Verkehr und Schulbusse waren wie sonst auch unterwegs.
Video:
Warnstreik: Kein U-Bahn- und Busbetrieb bei der Hochbahn (3 Min)
VHH-Busse, S-Bahnen und HADAG-Hafenfähren nicht betroffen
Nicht betroffen vom Streik waren die Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). Außerdem fuhren S-Bahnen, AKN-Züge und die HADAG-Hafenfähren, die nicht von der Hochbahn betrieben werden.
Streikankündigung von ver.di für den 21. März
Wie ver.di am Donnerstag mitteilte, sind die Beschäftigten der Hochbahn und der VHH zu einem weiteren Warnstreik am 21. März aufgerufen worden. Nach ergebnislosen Verhandlungsrunden sollen die Fahrerinnen und Fahrer wieder 24 Stunden streiken – von Sonnabend, 3 Uhr, bis Sonntag, 3 Uhr.

Der Arbeitskampf im Öffentlichen Nahverkehr in Hamburg geht weiter. Auch am Sonnabend ruft die Gewerkschaft ver.di Hochbahn- und VHH-Mitarbeiter zum Ausstand auf.
Streit um die Laufzeit des Tarifvertrags
Im Kern des Tarifkonflikts geht es neben der Höhe der Lohnanpassungen und einer Reduktion der Wochenarbeitszeit auch um die Laufzeit des neuen Tarifvertrags. Die Hochbahn hatte ein Angebot mit einer Laufzeit von 30 Monaten mit gestaffelten Entgelterhöhungen vorgelegt, die Gewerkschaft ver.di möchte aufgrund der „volatilen Weltlage“ den neuen Tarifvertrag nur über zwölf Monate abschließen. „Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu wissen, dass Kriege wie in der Ukraine oder jetzt im Iran die Preise bei uns nach oben treiben“, sagte Thorsten Hukriede, Busfahrer und Mitglied der ver.di-Tarifkommission. „Alles wird teurer, alles wird unberechenbarer, aber wir sollen uns für zweieinhalb Jahre auf einen Tarifvertrag festlegen. Das ist überhaupt nicht einzusehen.“
Streiks auch in anderen Bundesländern
Neben den Warnstreiks in Hamburg soll es auch bei Verkehrsunternehmen in Bayern, dem Saarland, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen Arbeitsniederlegungen gegeben haben. Auch für Bremen gab es Überlegungen, den Nahverkehr erneut durch einen Warnstreik lahmzulegen. Ver.di verzichtete darauf aber vorerst. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurde der öffentliche Nahverkehr nicht bestreikt.

Mehrere Bundesländer
Der nächste Warnstreik im Nahverkehr: In mehreren Bundesländern sollen am Donnerstag die Busse und U-Bahnen in den Depots bleiben. Einige Bundesländer könnten laut ver.di noch dazukommen.

Die Gewerkschaft ver.di hatte bis Sonntagmorgen zu Streiks aufgerufen. Hintergrund ist der Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft ver.di und zwei Verkehrsunternehmen.