Am 7. Spieltag der diesjährigen Premier
League Darts kam es zum irischen Gastspiel in Dublin. Die Fans
in der 3Arena sahen teils hochklassige Darts und ein unglaubliches
Finale, das Luke Littler nach 0:5-Rückstand gegen
Gerwyn Price noch gewinnen konnte. „The Nuke“
überlebte im Halbfinale zuvor gegen Michael
van Gerwen noch Matchdarts, der von der krankheitsbedingten
Absage von Landsmann Gian van Veen profitierte.
Derweil erlebte Josh Rock einen weiteren Abend zum
Vergessen.
Viertelfinale:
Littler hält Bunting auf Abstand
In einer starken Auftaktbegegnung reichte Stephen Bunting ein 104er-Average gegen
Luke Littler nur zu drei Legs. Bunting hätte
fast im ersten Leg den „Big Fish“ geangelt und verpasste auch im
zweiten Leg zwei Doppel. Ein 14-Darter brachte Littler das 3:0 ein,
ehe Bunting mit einem 78er-Finish aufs Scoreboard kam. Mit einem
96er-Finish und einem 12-Darter baute Littler den Vorsprung auf 5:1
aus, verpasste daraufhin aber den ersten Matchdart bei 152 Rest.
Bunting traf auch noch die D19 für das 3:5, doch ein 13-Darter von
Littler beendete eine mögliche Aufholjagd.
Rocks Misere geht weiter
Die Premier League
Premierensaison von Josh Rock hat sich um ein weiteres
schwaches Kapitel erweitert, gegen Gerwyn Price fing
sich der Nordire einen 0:6-Whitewash ein und kam im Average nicht
über 84 hinaus. Dabei machten es die Fans in Irland Rock auch nicht
unbedingt leichter, Price spielte aber selbst in 16, 14, 13, 16, 13
und 15 Darts eine mehr als ordentliche Partie. Rock verpasste alle
seiner vier Doppelversuche.
Clayton erstmals ohne Punkte
Am 7. Spieltag ist es passiert, Jonny Clayton
bleibt nach seiner 3:6-Niederlage gegen Luke
Humphries erstmals in dieser Saison ohne Punkte. Drei verpasste
Doppel zum Auftakt wurden direkt bestraft und Humphries legte mit
einem 107er-Finish auch sofort nach. Der Vorsprung wuchs nach einem
14-Darter auf 3:0 an, doch drei verpasste Chancen zum 4:0 ließen
die Türe für Clayton nochmal auf, der dann auf der D16 auch auf 2:3
verkürzte und 85 zum 3:3 nullte. Ein 104er-CO fiel dann nicht,
Humphries holte sich das 120er-Shanghaifinish zum 5:3 und checkte
dann auch in der fünften Runde zum Sieg, nachdem „The Ferret“ noch
zwei weitere Male auf Tops patzte.
MvG kampflos ins Halbfinale
Nachdem Michael van Gerwen selbst
den dritten Spieltag noch krankheitsbedingt absagen musste,
stand der Niederländer diesmal auf der anderen Seite und
profitierte von der Absage von Landsmann Gian van
Veen, der aufgrund von Nierensteinen nicht nach Irland reisen
konnte. Damit bekam van Veen im Legverhältnis sechs Legs abgezogen,
van Gerwen erhielt für den Sieg zwei Punkte und +1 in den Legs.
Halbfinale:
MvG verpasst Sieg gegen Littler
Die Matchdarts waren da, doch Michael
van Gerwen musste sich am Ende dennoch über die volle Distanz
Luke Littler beugen. Auf zwei Holds zum Auftakt
folgten zwei Breaks, wobei Littler seines in 11 Darts spielte und
MvG einmal 136 überwarf, das Leg aber dennoch gewann. Einen
14-Darter des Engländers konterte van Gerwen mit einem
106er-Checkout, gefolgt von einem 88er-Finish zum 11-Darter. Ein
170er-Finish brachte „Mighty Mike“ in Schlagdistanz zum Sieg,
nachdem Littler selbst in der Aufnahme zuvor das Bullseye für
dieses Finish verpasste. Im Folgeleg vergab MvG bei 91 Rest zwei
Matchdarts, Littler kam mit einem 74er-CO davon. Nun sorgte Littler
für den „Big Fish“ und erzwang somit den Decider, in dem van Gerwen
seinen dritten Matchdart auf der D16 für ein 104er-Finish vergab.
Littler ließ sich nicht mehr weiter bitten und nullte seine 22
Punkte Rest via S2-S10-D5.
Price fliegt ins Finale
Mit einem fulminanten 109er-Average ist Gerwyn
Price mit 6:1 über Luke Humphries
hinweggeflogen. Humphries gehörte mit einem 96er-Finish finalisiert
via D19-D19 zwar das erste Leg, in 15, 14, 13 und 11 Darts legte
Price aber einen starken Zwischensprint ein. Auch ein 86er-Finish
auf dem Bullseye nahm der „Iceman“ zum 5:1 mit, das 75er-Finish zum
6:1-Sieg war gefühlt nur noch Formsache.
Finale:
Littler dreht 0:5 im Finale
Erst kämpfte Luke Littler darum, den
Whitewash im Finale zu vermeiden, am Ende gewann der 19-jährige
noch den gesamten Spieltag. Das Finale wurde beinahe mit einem
weiteren 170er-Finish von Littler eröffnet, doch Price gehörten in
14, 16 und 15 Darts auch die kommenden drei Legs. Nach einem
17-Darter hieß es bereits 5:0 für Price, der bis dahin sogar
nichtmal im Ansatz an die Leistung im Halbfinale anknüpfen musste.
Auf Tops verhinderte Littler den Whitewash, daraufhin verpasste
Price seine ersten drei Matchdarts bei 40 Rest. Auf der D5 schmolz
der Vorsprung weiter ein, Price ließ auch den nächsten Matchdart
verstreichen und Littler nullte im Gegenzug 76. Da der „Iceman“
auch 105 nicht final auf null bringen konnte, ging es tatsächlich
in den Decider, den Littler per 81er-Finish zum 12-Darter eiskalt
gegen die Darts gewann und sich damit seinen zweiten Tagessieg
sicherte.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Der 8. Spieltag der Premier League
Darts 2026 findet kommenden Donnerstag in der Uber Arena in
Berlin statt. DAZN und Sport1 übertragen
ab 19:00 Uhr MEZ jeweils live. Von morgen bis Sonntag geht vorher
noch die European Tour mit den Belgian Darts Open in
Wieze weiter, zu sehen bei DAZN und
Pluto TV.
Ergebnisse Spieltag 7:
Donnerstag, 19.03.2026, 3Arena –
Dublin
Viertelfinale:
Gian van Veen 0-6 Michael van Gerwen (van Veen
krankheitsbedingt abgesagt)
Stephen Bunting 3-6 Luke Littler (104,10 –
105,07)
Josh Rock 0-6 Gerwyn Price (84,21 –
103,66)
Jonny Clayton 3-6 Luke Humphries (95,14 –
103,44)
Halbfinale:
Michael van Gerwen 5-6 Luke Littler (98,90 –
102,45)
Gerwyn Price 6-1 Luke Humphries (109,04 –
101,35)
Finale:
Luke
Littler 6-5 Gerwyn Price (95,54 – 93,16)
Vorschau Spieltag 8:
Donnerstag, 26.03.2026, Uber Arena –
Berlin (ab 19:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Jonny Clayton – Josh Rock
Luke Humphries – Michael van Gerwen
Luke Littler – Stephen Bunting
Gerwyn Price – Gian van Veen
Halbfinale:
Clayton/Rock – Humphries/van Gerwen
Littler/Bunting – Price/van Veen
Finale:
Sieger
Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Tabellenstand nach Spieltag 7:
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Zudem überträgt auch Sport1 jeden Spieltag
komplett live.
Preisgeld 2026:
Das Preisgeld der Premier League Darts wird NICHT für die Order
of Merit gewertet. Es ist das Turnier mit dem zweithöchsten
Preisgeld überhaupt. Nur bei der PDC-WM gibt es mehr Preisgeld.
Sieger: £350.000
Runner-Up: £170.000
Halbfinale: £110.000
5. Platz: £95.000
6. Platz: £90.000
7. Platz: £85.000
8. Platz: £80.000
Bonus: £10.000 pro Abendsieg
Summe: £1.250.000
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Weitere Informationen zur Premier
League 2026:
Alle Informationen zum Turnier gibts auf unserer [Premier League Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]
Foto-Credit: Michael Cooper/PDC
[mvdb]
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