Auszubildende in Brandenburg können ab dem Sommer mit einem vergünstigten Deutschland-Ticket zur Arbeit pendeln oder in den Urlaub fahren.
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat am Donnerstag die Einführung eines „Deutschlandtickets Zuschuss Ausbildung“ beschlossen, das in Brandenburg ab dem 1. Juli zum monatlichen Preis von 37,80 Euro erhältlich sein wird. Dies entspricht einem Rabatt von 40 Prozent gegenüber dem normalen Deutschlandticket, was derzeit 63 Euro im Monat kostet.
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Dabei soll der Zuschuss, der das Ticket entsprechend ermäßigt, für Auszubildende, die in einem Ausbildungsbetrieb tätig sind, vom Arbeitgeber übernommen werden. Für Auszubildende, die eine schulische Berufsausbildung etwa an einer Schule für Gesundheitsberufe absolvieren, und dadurch keinen wirklichen Arbeitgeber haben, oder für Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten, übernimmt das Land Brandenburg die Kosten.
Mit dem neuen Deutschlandticket-Zuschuss erleichtern wir jungen Menschen in schulischer Ausbildung und im Freiwilligendienst den Weg zur Schule, zur Einsatzstelle und in ihrer Freizeit.
Brandenburgs neuer Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD)
Mit dem neuen Ticket, das in Berlin in Abstimmung mit Handwerkskammern und der Industrie- und Handelskammer entwickelt wurde, sollen Auszubildende bei der Nutzung des ÖPNV-Studierenden gleichgestellt werden, die bekanntlich von preisgünstigen Semestertickets profitieren.
„Mit dem neuen Deutschlandticket-Zuschuss erleichtern wir jungen Menschen in schulischer Ausbildung und im Freiwilligendienst den Weg zur Schule, zur Einsatzstelle und in ihrer Freizeit“, sagt Brandenburgs neuer Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD). „Mobilität ist Teil sozialer Teilhabe.“ Wer sich für eine Ausbildung oder ein freiwilliges Engagement entscheide, solle überall in Brandenburg und Deutschland unterwegs sein können, ohne dass die Kosten zur Hürde werden.
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Begrüßt wurde das neue Angebot auch von der CDU-Verkehrspolitikerin Nicole Walter-Mundt. Sie sprach von einem „wichtigen und richtigen Schritt für Brandenburg.“ Man verbessere konkret die Mobilität von Auszubildenden und jungen Menschen im Freiwilligendienst und sorge für mehr Fairness im Alltag. „Besonders wichtig ist: Diese Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts“, so Walter-Mundt. „Sie geht auf den gemeinsamen Antrag von SPD und CDU im Landtag zurück, mit dem wir im zurückliegenden Plenum die Neuauflage eines bezahlbaren Azubi-Tickets auf den Weg gebracht haben.“
Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg seien viele junge Menschen auf Bus und Bahn angewiesen – oft über weite Strecken. „Ein vergünstigtes Ticket entlastet spürbar und macht Ausbildung planbarer“, sagte die CDU-Politikerin. „Das neue Angebot ist zugleich ein klares Signal an unsere Betriebe: Wir stärken die Ausbildung und verbessern die Rahmenbedingungen für die Fachkräfte von morgen.“