Von Matthias Kros
Mannheim. Die Fluggesellschaft VINI (Flybird) will vom City Airport Mannheim aus wieder regelmäßig nach Berlin fliegen. Dafür soll ein im Februar begonnener Test ausgeweitet werden: So soll von Mai bis Juni sowie von September bis Oktober mehrmals pro Woche nach Berlin (Schönhagen) geflogen werden.
Tickets kosten ab 249 Euro für einen einfachen Flug, inklusive des Transfers vom Flughafen in die Innenstadt. Das teilten VINI und der City Airport Mannheim am Freitag in einer gemeinsamen Presseinformation mit.
Die noch junge Fluggesellschaft, die „bedarfsorientierte“ Flüge (on demand) anbietet, hatte im Februar für eine Woche von Mannheim aus Berlin und Hamburg angeflogen. Das Ergebnis sei klar gewesen, heißt es in der Pressemitteilung: Geschäftsreisende und Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar hätten einen konkreten Bedarf an schnellen Direktverbindungen in deutsche Wirtschaftszentren – ohne zeitaufwändige Umwege über große Drehkreuze. Auf dieser Basis würden die Flüge nach Berlin nun auf regelmäßige Monatstests ausgeweitet, teilten VINI und der City Airport weiter mit.
Regelmäßige Flüge nach Berlin und Hamburg hatte früher auch die inzwischen insolvente Fluglinie Rhein-Neckar Air (RNA) angeboten. Während der Corona-Pandemie mussten die Verbindungen jedoch gestoppt werden, eine Wiederaufnahme misslang in der Folge trotz mehrfacher Versuche. Die Nachfolgegesellschaft der RNA, die Mannheim City Air (MCA), fliegt in der Ende März beginnenden Saison lediglich auf die Ferieninsel Sylt.
Mannheim: Grünen-Stadtrat Chris Rihm wird Chef der Mannheim City Air
Mannheimer City Airport: Bald wieder regelmäßig nach Berlin?
Die Verbindungen nach Elba und Usedom aus der vergangenen Saison fallen nach teils schwachen Buchungen zunächst weg. Lediglich für den Herbst plant der neue Geschäftsführer der MCA, Chris Rihm, eine Wiederaufnahme der Elba-Verbindung. Mittelfristig kann auch er sich Berlin als Ziel vorstellen – auch in Kooperation mit VINI.
VINI selbst hat nun sogar noch weitere Destinationen im Visier. Aktuell befinde man sich in konkreter Planung für die Ziele Hamburg, Dresden und Antwerpen, teilte das Unternehmen weiter mit. Welche Strecken wann aktiviert würden, entscheide am Ende die jeweilige Nachfrage.