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Uns auf Google folgenDie Caritas Fulda übergibt ein Fahrzeug an die Partner in Iwano-Frankiwsk (von links): Prälat Christof Steinert, Ann-Katrin Jehn (Leiterin Marketing und Kommunikation der Caritas Fulda), Pfarrer Roman Darmogray, Pastoralreferent Yurii Matiichyk, Fuldas Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Caritasdirektor Pfarrer Volodymyr Chorniy.Die Caritas Fulda übergibt ein Fahrzeug an die ukrainischen Partner in Iwano-Frankiwsk (von links): Prälat Christof Steinert, Ann-Katrin Jehn (Leiterin Marketing und Kommunikation der Caritas Fulda), Pfarrer Roman Darmogray, Pastoralreferent Yurii Matiichyk, Fuldas Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Caritasdirektor Pfarrer Volodymyr Chorniy. © Bistum Fulda / Luca Karsai

Eine ukrainische Caritas-Delegation hat Fulda besucht: Bei der Übergabe eines Fahrzeugs berichten die Gäste vom Krieg in ihrer Heimat.

Fulda – Eine Delegation des Caritasverbandes Iwano-Frankiwsk aus der westlichen Ukraine hat den Diözesan-Caritasverband Fulda besucht. Bei der Übergabe eines behindertengerecht ausgestatteten Fahrzeugs auf dem Domplatz schilderten die Gäste eindringlich die Lage in ihrer Heimat nach mehr als vier Jahren Krieg, teilt das Bistum Fulda mit.

Das Fahrzeug aus dem Bestand der Caritas Main-Kinzig ist bereits das sechste, das der Fuldaer Verband an seine ukrainischen Partner übergibt. Caritasdirektor Pfarrer Volodymyr Chorniy und Pfarrer Roman Darmogray betonten bei der Übergabe, dass alle bisher erhaltenen Fahrzeuge rund um die Uhr für die Menschen im Einsatz und funktionsfähig seien. Die Autos seien „sichtbare Zeichen“ der Verbundenheit und Solidarität.

Sechstes Hilfsfahrzeug für die Ukraine von der Caritas Fulda

Die beiden Geistlichen berichteten von den schwierigen Lebensbedingungen in der Ukraine wegen des russischen Angriffskriegs. Gerade hätten die Menschen den härtesten Winter seit vielen Jahren mit extremen Minusgraden überstanden. Sie schilderten das Leiden der Bevölkerung: Unzählige Tote seien zu beklagen, viele Menschen traumatisiert oder schwer verwundet. „Es ist ein Krieg der Drohnen“, sagte Chorniy mit Blick auf die ständige Gefahr aus der Luft. Dennoch wisse man sich in der Not nicht allein gelassen und sei dem Bistum Fulda und der Caritas zutiefst dankbar.

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch bezeichnete das Fahrzeug als „ein erneutes sichtbares Zeichen des engen Zusammenstehens“. Dass der Krieg schon so lange andauere, habe man sich nicht vorstellen können. Der Caritasverband in Iwano-Frankiwsk leiste wichtige Arbeit für die Menschen vor Ort und habe schon vielen helfen können. Juch dankte auch der Marketing- und Kommunikationsabteilung der Caritas in Fulda mit Ann-Katrin Jehn und Kristina Trupp, die die Fahrzeugübergabe organisiert hatten.

Die Solidarität mit der Ukraine aufrechtzuerhalten und mit Leben zu füllen, unterstrich auch Prälat Christof Steinert, Aufsichtsratsvorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Fulda. Zusammenhalt zeige sich in sichtbaren Zeichen wie dieser Fahrzeugübergabe, aber auch im Gebet.

Pfarrer Roman Darmogray (am Steuer) und Caritasdirektor Pfarrer Volodymyr Chorniy bereiten sich auf die rund 1400 Kilometer lange Fahrt in die Westukraine vor.Pfarrer Roman Darmogray (am Steuer) und Caritasdirektor Pfarrer Volodymyr Chorniy bereiten sich auf die rund 1400 Kilometer lange Fahrt in die Westukraine vor. © Bistum Fulda / Luca Karsai

Steinert erinnerte an die kürzliche Priesterweihe des gebürtigen Ukrainers Ivan Kolodii in der Fuldaer Stadtpfarrkirche nach byzantinischem Ritus. Ebenso führte er den Besuch von Demetrius Bohdan Hryhorak OSBM auf, einem ukrainisch griechisch-katholischen Bischof von Buchach in der Westukraine. Dieser besuchte vor wenigen Tagen Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez.

Im Rahmen ihres Besuchs informierten sich Chorniy und Darmogray auch beim Jugendhilfeverbund St. Elisabeth in Fulda-Maberzell über die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe sowie über das Engagement des Fuldaer Caritasverbandes für Nachhaltigkeit. Zudem nahmen sie am Jahresempfang der Hessen-Caritas teil, bei dem sie neue Kontakte knüpften.

Der Fuldaer Diözesan-Caritasverband unterhält seit 2009 eine Partnerschaft mit der Caritas in der westlichen Ukraine. Ging es zunächst vor allem um Hilfestrukturen für Menschen mit Behinderung, gibt es seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 immer wieder Unterstützung in der Nothilfe.