Newsblog zum Krieg in Nahost

USA bereiten wohl Bodentruppen im Iran vor – neue Chamenei-Botschaft

Aktualisiert am 20.03.2026 – 21:21 UhrLesedauer: 21 Min.

IRAN-CHAMENEI/Vergrößern des Bildes

Auch zum Neujahrsfest im Iran lässt sich der neue Religionsführer Modschtaba Chamenei nicht blicken.

Zum Neujahrsfest im Iran lässt sich der neue Religionsführer Modschtaba Chamenei nicht blicken. Die USA verstärken ihr Militäraufgebot im Nahen Osten. Alle Entwicklungen im Newsblog.

US-Präsident Donald Trump lehnt eine Feuerpause ab. „Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe“, sagt Trump vor Journalisten. „Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet.“ Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Die US-Regierung hat laut einem Bericht von CBS News konkrete Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran getroffen. Demnach hätten Militärs detaillierte Pläne ausgearbeitet und entsprechende Anfragen gestellt, während Präsident Donald Trump über weitere Schritte im Krieg zwischen den USA, Israel und Iran berät.

Offiziell weist Trump entsprechende Absichten zurück. Auf Nachfrage erklärte er am Donnerstag im Weißen Haus, er werde „keine Truppen irgendwohin schicken“, schränkte jedoch ein: „Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen.“ Auch das Weiße Haus betont, es handle sich um vorsorgliche Planungen, nicht um eine getroffene Entscheidung.

Nach Angaben von CBS News umfasst die Vorbereitung auch Szenarien für den Umgang mit gefangenen iranischen Soldaten. Parallel verlegen die USA Truppen in die Region, darunter Einheiten der 82. Luftlandedivision sowie Marineinfanteristen. Mehrere Kriegsschiffe und tausende Marines sind bereits auf dem Weg in den Nahen Osten. Die Maßnahmen sollen dem Präsidenten zusätzliche militärische Optionen eröffnen, während die Regierung öffentlich zurückhaltend bleibt.

Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten. Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.

Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten – weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

In der Neujahrsansprache bedankte er sich beim Präsidenten, der Regierung, den Streitkräften und dem iranischen Volk für ihren Widerstand gegen die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels. Die Gegner hätten es nicht nur mit militärischen Mitteln wie Raketen, Drohnen und Torpedos zu tun, sagte er. Die „Frontlinie“ des Irans sei größer, als es die Feinde wahrnehmen wollten. Chamenei erklärte das neue persische Jahr zum „Jahr der Widerstandsökonomie im Zeichen nationaler Einheit und Sicherheit“.