
Der Karlsruher SC hat sich mit einem Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth ein beruhigendes Polster auf die Abstiegszone verschafft
Durch das 3:1 (0:1) hat der KSC nun vorerst elf Punkte Vorsprung auf den Platz Relegation Richtung 3. Liga. Ähnlich groß bleibt trotz des Sieges der Rückstand zur Aufstiegszone. Fürth bleibt weiter in Abstiegsgefahr.
Fürth setzt Aufwärtstrend zunächst fort
Fürth, das lange Tabellenletzter war, befand sich seit Wochen in Hochform – aus den jüngsten vier Spielen holte Fürth zehn Punkte und war vor dem Spiel in Karlsruhe auf dem Weg in die obere Tabellenhälfte.
Und Fürth machte zunächst so weiter: In der 5. Minute brachte Noel Futkeu das Team in Führung. KSC-Verteidiger Dzenis Burnić geriet in Bedrängnis und verlor den Ball am eigenen Strafraum. Dennis Srbenys Schuss parierte KSC-Keeper Hans Christian Bernat noch, war gegen Futkeus Abstauber jedoch machtlos. Karlsruhes Roko Šimić hätte frei im Strafraum ausgleichen können – bekam den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle (20.)
Greuther Fürths Noel Futkeu (r.) bejubelt seinen Treffer mit Dennis Srbeny (m.) und Sayfallah Ltaief
Bei KSC-Trainer Christian Eichner blieb neben der Freude über den Sieg die Sorge über Lilian Egloff, der verletzt vom Platz musste. Eichner sagte in der ARD, dass er von einem Saisonende für Egloff ausgehe. Egloff musste in der 27. Minute humpelnd vom Platz.
„Wir sind gut gestartet“, stellte Fürths Trainer Heiko Vogel im ARD-Hörfunk fest. „Aber dann haben wir zu wenig Aktivität gezeigt. An den letzten zwei Spieltagen hatten wir das Matchglück auf unserer Seite – heute war es nicht so.“
KSC findet nach der Pause eine Antwort
Gleich nach Wiederanpfiff sorgte der KSC für den Ausgleich. Burnić spielte den Ball flach von links in den Fürther Strafraum, wo ihn Rafael Pinto Pedrosa aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (47.) – es war sein erstes Tor für den KSC. „Es ist unbeschreiblich, man kann es gar nicht in Worte fassen. Ich bin seit ich elf bin hier beim KSC“, sagte Pinto Pedrosa im ARD-Hörfunk.
Karlsruhes Marvin Wanitzek (r.) im Duell um den Ball mit Fürths Felix Klaus
Der KSC, der zuletzt in Kaiserslautern eine 0:3-Pleite kassierte, war nun dem Sieg nahe: Kapitän Wanitzek traf aber nur den linken Pfosten, als Müller ihn von rechts angespielt hatte (69.). Im Gegenzug hätte Futkeu erhöhen können, scheiterte aber an Torwart Bernat.
Shio Fukuda sicherte dem KSC die drei Punkte in der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß von der rechten Seite durch Wanitzek stand Fuchida am zweiten Pfosten bereit (90.+3). Fabian Schleusener sorgte mit einem Kontertor noch für das 3:1 (90.+7).
„In dieser Mannschaft wohnt seit Jahren ein unfassbarer Glaube“, sagte Trainer Eichner mit Blick auf den gedrehten Rückstand. „Das war hier nie ausziehen, denn wir müssen gewisse Dinge wettmachen.“
Karlsruhe auf Schalke, Fürth gegen Paderborn
Für den Karlsruher SC geht es in der 2. Bundesliga am kommenden Spieltag sonntags beim FC Schalke 04 weiter (13.30 Uhr). Fürth empfängt gleichzeitig den SC Paderborn (13.30 Uhr).