Ludwigshafen. Die BI Lebenswertes Ludwigshafen (BILELU) und Attac Ludwigshafen laden ein zu Vortrag und Diskussion mit Blick auf die geplante City-West ein.

Am Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr findet ein Vortrag im Verdi-Haus in der Kaiser-Wilhelm-Straße 7 statt. Das Thema ist „Wohnen für Menschen, statt für Renditen! Wie könnte das klappen?“. Der Eintritt ist frei.

Bezahlbarer Wohnraum ist heute gefragter denn je. Ob er vorhanden ist, ist eine der großen Fragen unserer Zeit.
Die künftige City West in Ludwigshafen, die auf dem Gelände der bisherigen Hochstraße Nord geplant ist, soll ein gemischtes Quartier mit Wohnraum für Jeden bieten; also auch bezahlbares Wohnen für Normal- und Kleinverdiener.

Laut Verdi liegt ein Konzept, wie dies gelingen soll, liegt jedoch nicht vor. Vielmehr drohe ein weiteres Rheinufer Süd, nämlich der Bau von teuren (Luxus)-Wohnungen. Denn wie überall in Ludwigshafen würden Investoren ins Boot geholt. Und für die gelte: „Wohnen müsse sich für sie lohnen, aus eingesetztem Geld müsse viel mehr Geld werden. Bezahlbaren Wohnraum gibt es nur mit politischer Förderung – orientiert an Gemeinnützigkeit und mit vielen Akteuren von unten.“

Verdi glaubt, dass es eine politische Kehrtwende brauche. Mit dem Konzept des „Miethäusersyndikats“ stellen die Bürgerinitiative und Verdi eine Möglichkeit zur Schaffung bezahlbarer Wohnungen vor. Das Miethäuser-Syndikat ist ein über 30-jähriges Netzwerk von bundesweit aktuell 209 selbst verwalteten Wohnprojekten.

Der von VERDI beauftragt Referent, Günter Bergmann, ist Mitbegründer und Bewohner von umBAU² Turley, einem erfolgreichen Mietshäuser Syndikatsprojekt in Mannheim. Er berichtet wie das Miethäusersyndikat konkret funktioniert, von Voraussetzungen, Chancen und Schwierigkeiten.

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Ludwigshafen veranstaltet am Dienstag, 24. März, von 16 bis 18 Uhr, am Berliner Platz außerdem eine Aktion zum geplanten neuen Rathaus im Loch, der Baugrube. Es geht ums Palatineum, das dem Investor eine Monatsmiete von rund 290.000 Euro einbringen soll. jg/red