Kurzfassung des Artikels:
- Die BBC Osnabrück-Spielerinnen Tonia Dölle und Emily Enochs nehmen ab dem 29. März an der 3×3 Super Week in Bochum teil.
- Dort kämpfen sie um Punkte auf dem Weg zur FIBA 3×3 Women‘s Series.
- Dölle tritt für das Team Hamburg an, während Enochs für das Team Bielefeld auf dem Court steht.
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Tonia Dölle und Emily Enochs vom BBC Osnabrück haben spannende Wochen vor sich: Neben dem Saisonendspurt in der zweiten Bundesliga spielen die beiden Osnabrücker Basketballerinnen in Bochum um die Teilnahme an der 3×3-World-Series – allerdings nicht im gleichen Team.
Samstag in Rotenburg, Sonntag in Bochum
Am 28. März bestreiten die BBC-Frauen ihr drittletztes Spiel der regulären Saison in Rotenburg. Einen Tag später geht es für Enochs und Dölle nach Bochum zur 3×3 Super Week in der Jahrhunderthalle in Bochum. Die besten 3×3-Basketballerinnen Deutschlands kämpfen dort um den Titel und Punkte auf dem Weg zur FIBA 3×3 Women‘s Series, der wichtigsten Turnierserie der Welt.
Dölle ist seit Kurzem Teil des erweiterten Kaders der 3×3-Nationalmannschaft.
Archivfoto: Helmut Kemme
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Kurios: Die beiden Osnabrücker Basketballerinnen treten mit unterschiedlichen Teams an. Dölle geht mit dem Team Hamburg ins Rennen. Ihre Mitstreiterinnen sind die Chemnitzer Topscorerin Lilly Küppers, die Freiburgerin Greta Kröger und Luisa Nufer, Goldmedaillengewinnerin im 3×3 bei der Universiade 2025 in Bochum. Enochs steht für das Team Bielefeld auf dem Court, zusammen mit der Ex-Bad-Rothenfelderin Lya Mavie Brinkmann, der Ex-Panthers-Spielerin Julia Dzeko-Pachur und Kristin Willms, mit der Enochs bereits in der 3×3-U18-Nationalmannschaft zusammen spielte.
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Unterschiedliche 3×3-Erfahrungen
Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass die beiden BBC-Spielerinnen an dem Turnier teilnehmen? „Ich wurde im Dezember angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in den erweiterten Kader der 3×3-Nationalmannschaft aufgenommen zu werden”, erzählt Dölle, die nicht lange überlegen musste. Bei Enochs lief es etwas spontaner ab: „Ich wurde erst letzte Woche gefragt, ob ich mitspielen möchte.“
Beide können bereits auf Erfahrung im 3×3 zurückblicken. Während Dölle mehrere kleine Turniere gespielt hat, war Enochs schon auf größeren Bühnen unterwegs. „Das Highlight waren die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires 2018“, erzählt die 25-Jährige. Dort verpasste sie zusammen mit Emma Eichmeyer nur knapp den Einzug ins Viertelfinale.
Erfolgreiches Duo: Emily Enochs (links) und Emma Eichmeyer 2018 im Trikot der deutschen 3×3-U18-Nationalmannschaft.
Archivfoto: Gert Westdörp
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Spannend ist die Konstellation innerhalb der Teams. Während Dölle noch nie mit ihren Mitspielerinnen auf dem Feld stand, sondern sie nur als Gegenspielerinnen kennt, können Enochs und ihr Team auf ihre gemeinsame Zeit beim TSVE Bielefeld in der 2. DBBL setzen. Los geht es am 29. März mit den Viertelfinals: Bielefeld trifft auf Essen (12.30 Uhr), Hamburg auf Bochum (13.20 Uhr). Ein direktes Duell zwischen Dölle und Enochs könnte es erst im Finale (18.10 Uhr) geben.
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Zur World Tour – und dann zu Olympia?
Apropos Finale: Dorthin wollen beide BBC-Spielerinnen mit ihren Teams und so Punkte für die Qualifikation zur FIBA 3×3 Women‘s Series sammeln. Sollte eine Teilnahme gelingen, würden sie mit ihren Teams wiederum Punkte für Deutschland mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles 2028 sammeln. In der Theorie beginnt hier also ihr Weg zu einer potenziellen Olympia-Teilnahme.
Enochs (Mitte) ist mit Dölle und dem BBC in der 2. DBBL klar auf Playoffkurs.
Archivfoto: Helmut Kemme
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In der Realität ist der Weg aber lang. „Klar würde ich mir die Chance nicht entgehen lassen. Aber Olympia ist sehr weit entfernt”, sagt Enochs und Dölle pflichtet ihr bei: „Ich hoffe, dass ich mich für die Nationalmannschaft präsentieren kann. Aber es gibt viele Spielerinnen, die deutlich mehr Erfahrung haben. Die Chance auf Olympia ist nicht so groß.”
Deswegen wollen beide das Turnier in Bochum und die Faszination des 3×3-Basketball genießen. „3×3 ist schneller, körperlicher, es wird weniger gepfiffen“, sagt Dölle. „Ein Spiel dauert nur zehn Minuten, ein Angriff zwölf Sekunden. Man hat mehr Spiele an einem Tag, es läuft Musik nebenbei und viele Leute schauen zu. Alles ist familiärer und hat dieses Streetball-Flair“, schwärmt Enochs. Gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier oder zumindest viel Spaß in der Bochumer Jahrhunderthalle.
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