Endspiel für Bundesliga-Trainer
Das wichtigste Derby seiner Karriere
21.03.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 4 Min.
Lukas Kwasniok ist seit Sommer 2025 Trainer des 1. FC Köln. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn/imago)
Auf den 1. FC Köln wartet das wohl wichtigste Spiel des Jahres: Am Samstag geht es im Derby gegen Borussia Mönchengladbach nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch um die Zukunft von Trainer Lukas Kwasniok.
Der Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt bietet neutralen Fans derzeit große Spannung. Bis zum neunten Platz ist noch höchste Vorsicht geboten, vor allem ab dem zwölften Rang wird es bei nur vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz eng. Der 1. FC Köln ist dabei mittendrin, liegt auf dem 14. Rang. Am Samstag (15.30 Uhr, im Liveticker bei t-online) wartet ein in vielerlei Hinsicht richtungsweisendes Spiel: Es geht im Derby gegen Borussia Mönchengladbach.
Die Paarung verspricht allein schon aufgrund der jahrzehntelangen Rivalität reichlich Zündstoff. Die Bedeutung für beide Fanlager ist gewaltig, kurzfristig für die Tabelle, mittelfristig aber auch für den möglichen Ligaverbleib. Die „Fohlen“ liegen als Zwölfter derzeit zwei Plätze und drei Punkte vor dem FC. Zusätzliches Explosionspotenzial birgt der Umstand, dass dieses Derby für Lukas Kwasniok das letzte als Köln-Trainer sein könnte. So schreibt etwa die „Sport Bild“ von einem „Endspiel“.
Ein nüchterner Blick auf die Zahlen liefert eine erste, wenngleich auch nur oberflächliche Erklärung: Der Aufsteiger hat lediglich zwei seiner jüngsten 17 Spiele gewonnen, dabei ganze zehnmal verloren. Vor allem in der Defensive hapert es, Köln spielte in dieser Saison erst dreimal zu Null und kassierte in der Liga durchschnittlich 1,69 Gegentore pro Spiel.
Ein Teil der Wahrheit ist aber auch, dass der FC in vielen Spielen gut mitgehalten hat. Gegen den HSV stand trotz ansprechender Leistung am Ende nur ein 1:1, gegen Hoffenheim ein 2:2. Und dem BVB unterlagen die Kölner unglücklich mit 1:2, eine umstrittene Elfmeterentscheidung inklusive. Dass Sportboss Thomas Kessler bei dem jüngsten Remis in Hamburg „einen kleinen Schritt nach vorne“ erkannt hat, darf als Bestätigung von Kwasnioks Arbeit gewertet werden. Gleichwohl entspricht Kesslers Nachsatz einer deutlichen Forderung an den Coach: „Jetzt geht es darum, einen großen Schritt zu machen. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir auch mal wieder ein Fußballspiel gewinnen müssen.“
