Seit Dezember 2025 betreiben Ahmad Mansour und seine Frau Rouaa Khalib in der Lorenzstraße 16 das „Time Out“. Ihr Anspruch ist es, eine rein syrische Gastronomie zu führen, in der die Speisen selbst gemacht sind. Typische Gerichte aus der Levante wie Baba Ghanoush, Hummus und Falafel werden mit syrischen Süßigkeiten angeboten.
Große Nachfrage nach syrischen Gerichten
Eigentlich ist Mansour Sportlehrer. Dieser Tätigkeit geht er auch jetzt noch nach, nachdem er von Aleppo nach Karlsruhe gekommen ist. Zurzeit unterrichtet er Basketball beim SSC Karlsruhe – eine Sportart, die er auch mit seiner Frau teilt. „In Aleppo war ich ihr Trainer“, sagt Mansour im Gespräch mit ka-news. So haben sich die beiden kennengelernt. Auch der Name ihres Bistros ist an den Ballsport angelehnt.

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Syrisches Restaurant „Time Out“ in Karlsruher Südweststadt, 19. März 2026.
Foto: Thomas Riedel
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Syrisches Restaurant „Time Out“ in Karlsruher Südweststadt, 19. März 2026.
Foto: Thomas Riedel
Die Idee, eine syrische Gastronomie zu eröffnen, kam ihnen nach ihrer Hochzeit im Jahr 2021. „Meine Frau liebt es zu kochen und kocht auch sehr gut“, sagt Mansour. Zudem gebe es bei vielen Syrern in Deutschland eine große Nachfrage nach Gerichten aus ihrer Heimat. Deshalb entschieden sich die beiden für diesen Schritt.
Eis mit Käse und Avocado kommt
Vor der Eröffnung haben sie das Inventar für die Küche in Syrien gekauft, um dem Laden eine gewisse Authentizität zu verleihen. Die Backwaren beziehen sie zum großen Teil von einem syrischen Bäcker vor Ort, die Zutaten holen sie aus dem arabischen Großhandel. „Alles soll rein syrisch sein“, betont Mansour.

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Syrisches Restaurant „Time Out“ in Karlsruher Südweststadt, 19. März 2026.
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Syrisches Restaurant „Time Out“ in Karlsruher Südweststadt, 19. März 2026.
Foto: Thomas Riedel
Das Konzept komme soweit gut an. Zu ihren regelmäßigen Kunden zählen inzwischen Mitarbeiter des Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), Studenten der Kunsthochschule und viele seiner Landsleute, die das syrische Frühstück vermisst haben. „Die Gäste aus Damaskus kennen unsere Küche nicht“, sagt er gegenüber ka-news. Deshalb seien Syrer, die nicht aus Aleppo kommen, von dem Büfett angetan.
Ab April erweitert das Bistro sein Angebot um syrisches Eis – die Lieferung sei bereits bestellt. „Unser Eis unterscheidet sich deutlich von italienischem Eis“, sagt Mansour. Vor allem geschmacklich fallen die Sorten aus dem Rahmen: etwa Eis mit Käse oder mit Avocado.
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Gerrit Lieb
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