Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Weiteres EU-Land droht mit Blockade von Ukraine-Hilfen

Aktualisiert am 21.03.2026 – 19:58 UhrLesedauer: 17 Min.

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Der slowakische Premier Robert Fico (l.) spricht am Rande eines EU-Treffens in Alden Biesen mit Viktor Orbán (Archivbild): Ungarns Ministerpräsident blockiert EU-Hilfen für die Ukraine bereits. (Quelle: IMAGO/Nicolas Landemard/imago)

Viktor Orbán erhält im Streit über Ukraine-Hilfen der EU Rückendeckung. Im Donbass haben sich die Kämpfe verschärft. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die Slowakei hat mit einer Blockade weiterer EU-Hilfen für die Ukraine gedroht. Ministerpräsident Robert Fico stellte in einem Interview mit dem slowakischen Portal „Aktuality“ in Aussicht, dass sich Bratislava künftig Ungarn bei der Blockade anschließen könnte.

Hintergrund ist ein von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán blockierter EU-Kredit für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Fico verteidigte Orbáns Kurs demnach ausdrücklich und erklärte, dieser liege politisch richtig. Zugleich warf er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, die Europäische Union nicht bestimmen zu können.

Fico nannte allerdings keine konkreten Bedingungen dafür, wann die Slowakei eine Blockade tatsächlich mittragen würde. Er wiederholte vielmehr seine Kritik an der Unterbrechung russischer Öllieferungen über die Druschba-Pipeline. Diese sei politisch motiviert und Ausdruck von Feindseligkeit gegenüber Russland, sagte er. Auch eine Reise in die Ukraine lehnte Fico erneut ab. Ein Treffen mit Selenskyj in Kiew komme für ihn nicht infrage, weil er sich nach eigenen Worten nicht in Gefahr bringen wolle.

Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Dabei spricht das ukrainische Militär von hohen russischen Verlusten. Im Morgenbericht des Generalstabs für Samstag hieß es, dass binnen 24 Stunden 1.240 russische Soldaten verletzt oder tot ausgeschaltet worden seien. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben.

Solche Militärstatistiken sind nicht unabhängig überprüfbar, die gemeldeten Zahlen lagen zuletzt aber deutlich höher als in den vergangenen Wochen. Demnach scheinen sich die russischen Angriffe seit Dienstag verstärkt zu haben, am Mittwoch war die Rede von 286 Gefechten und 1.710 ausgeschalteten russischen Soldaten. Die Zahlen für Donnerstag und Freitag lagen nur leicht niedriger. Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Industrierevier Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekannt wurden.