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Der Iran-Krieg bringt deutsche Urlauber in Bedrängnis: Das Auswärtige Amt hat für viele beliebte Reiseziele Hinweise und Warnungen herausgegeben.

München – Die Urlaubssaison rückt näher, und viele haben ihre Reise längst gebucht – besonders Sonnenziele im Süden sind gefragt. Doch die Lage im Nahen Osten trübt die Vorfreude: Neben Warnungen für Gebiete in der Nähe des Iran kommt es auch zu Störungen im Flugbetrieb, zum Beispiel bei geplanten Zwischenstopps in Dubai oder Katar.

Ist der Urlaub in der Türkei, auf Zypern oder in Ägypten angesichts des Iran-Kriegs noch sicher? Das Auswärtige Amt spricht eindeutige Warnungen aus.Ist der Urlaub in der Türkei, auf Zypern oder in Ägypten angesichts des Iran-Kriegs noch sicher? Das Auswärtige Amt spricht eindeutige Warnungen aus. © Montage: Marcel Lauck/dpa/Datawrapper

Seit dem 28. Februar 2026 greifen Israel und die USA den Iran aus der Luft an – der Iran reagiert mit Gegenschlägen. Für Millionen Deutsche stellt sich damit die Frage: Kann ich meinen Urlaub noch antreten? Bin ich vor Ort sicher?

Iran-Krieg beeinflusst Urlaubspläne: Karte zeigt Warnungen und Hinweise

Für Reisende ist das Auswärtige Amt die zentrale Informationsquelle und Anlaufstelle. Seit Kriegsbeginn im Iran rät es von Reisen in große Teile des Nahen Ostens ab. Zehntausende Menschen sitzen noch immer in betroffenen Gebieten fest, weil der Flugverkehr eingeschränkt ist – und auch der Schiffsverkehr ist betroffen: Manche Urlauber können ihre Kreuzfahrtschiffe nicht verlassen. Dennoch sind nicht alle Reiseziele der Region gleich stark betroffen. Eine Karte gibt einen Überblick, welche Länder derzeit noch ohne größere Einschränkungen bereist werden können.

Ägypten, Türkei und Zypern – Nahe Militärbasen und in Grenzgebieten gilt Vorsicht

Beliebte Reiseziele wie Griechenland und die Türkei sind durch den Krieg im Iran grundsätzlich nicht beeinträchtigt. Für türkische Touristenzentren wie Istanbul oder Antalya sieht das Auswärtige Amt die Lage als sicher an. Reisende sollten die Nachrichtenlage dennoch im Blick behalten. Im aktualisierten Sicherheitshinweis vom 16. März 2026 heißt es jedoch: „Von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Iran, Irak und Syrien in den Provinzen Agrı, Igdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri wird abgeraten.“

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-KriegRauchsäule in teheranFotostrecke ansehen

Für Ägypten empfiehlt sich eine genaue Prüfung der aktuellen Lage vor Reiseantritt. Das Land ist zwar grundsätzlich erreichbar, doch für den Norden der Sinai-Halbinsel und das Grenzgebiet zu Israel (ausgenommen Taba) bestehen Warnungen. Bekannte Badeorte am Roten Meer wie Hurghada oder Sharm El Sheikh sind davon nicht betroffen (Stand: 16. März).

Reiserecht im KrisenfallEine Übersicht der wichtigsten Reiserechte, die Sie im Krisenfall kennen sollten.Die wichtigsten Reiserechte als kostenloses PDF © IPPEN.MEDIA & Imago/ imagebroker

Wenn der Urlaub zum Ausnahmezustand wird, sollten Sie Ihre Rechte kennen. Der Ratgeber inklusive hilfreichem Handlungsleitfaden dient als Orientierungshilfe, basierend auf den Erfahrungen eines Rechtsberaters.

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Auch für Zypern gilt keine allgemeine Reisewarnung. Allerdings rät das Auswärtige Amt nach einem Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri Anfang März dazu, Militäreinrichtungen weiträumig zu meiden (Stand: 16. März).

VAE, Katar & Co.: Länder in Golfregion von Reisewarnungen betroffen

Deutlich anders stellt sich die Lage in der Golfregion dar: Das Auswärtige Amt hat für Katar, Oman, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Saudi-Arabien und den Libanon offizielle Reisewarnungen herausgegeben. Wer eine Reise in diese Länder geplant hat, sollte diese ernsthaft überdenken und sich bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften über Stornobedingungen und Rückerstattungsmöglichkeiten erkundigen. Wer zu früh zurücktritt, riskiert, auf hohen Stornogebühren sitzen zu bleiben.

Aktive Kriegsgebiete sind derzeit der Iran, Israel, der Irak, Syrien und der Jemen. Viele Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen in die Region gestrichen. Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem allen Reisenden, sich in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren, damit deutsche Auslandsvertretungen im Notfall rasch handeln können. (Quellen: Auswärtiges Amt, dpa) (asc)