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Der 1. FC Köln spielt in einem wilden Derby gegen Gladbach 3:3. Trainer Lukas Kwasniok (44) steht danach vor dem Aus! Im TV kämpft er anschließend um seinen Job.
Bei DAZN erklärt er: „Mir war es von Beginn an klar, als ich hier unterschrieben habe, dass es um den Klassenerhalt geht. Ich weiß, dass man dann dazu neigt, den Trainer gerne zu tauschen – egal wo auf dieser Welt. Ich glaube, dass die Vereine auf Dauer erfolgreich geworden sind, die einen anderen Weg gehen.“
Es geht um seinen Job: Entschlossene Kwasniok-Botschaft an Köln-Bosse
Quelle: DFL21.03.2026
Als Beispiel dafür nennt er den SC Freiburg, der mit Christian Streich in die 2. Liga gegangen war und den Wiederaufstieg schaffte. „Das würde dem 1. FC Köln, unabhängig von meiner Person, guttun – auch wenn es deutlich herausfordernder und schwieriger ist als in Freiburg, Kontinuität an den Tag zu legen“, sagt Kwasniok.
Abschließend sagt er eindringlich: „Ich glaube und bin total bereit, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen und nach vorne zu schauen. Und hier in diesem, nächsten und übernächsten Jahr Schlagzeilen zu produzieren – nach Möglichkeit positive. Solange ich diese Power habe, muss erstmal jemand kommen, der mehr hat.“
Zuvor hatte Geschäftsführer Thomas Kessler (40) nach Abpfiff bei Sky offengelassen, ob der Klub mit ihm weitermachen will. „Wir müssen das sachlich und rational analysieren. Wir haben die Länderspielpause vor der Brust. Wir haben heute eine große Enttäuschung, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartungshaltung war klar: drei Punkte. Wir werden uns Gedanken machen. Ich werde in Ruhe darüber schlafen“, sagte er.
Sky-Reporter Max Zielke hakte nach und will wissen: „Ziehen Mannschaft und Trainer an einem Strang?“
Kessler wich aus, erklärte: „Erst einmal muss man der Mannschaft ein Kompliment machen, nach so einem Nackenschlag direkt zu Beginn zurückzukommen. Das begleitet uns die ganze Saison. Es ist keine neue Erkenntnis, dass diese Mannschaft die Spiele eng gestalten kann. Wir hatten in der Saison kein Spiel, wo wir deutlich verloren haben. Man muss jetzt schon ehrlicherweise sagen, dass wir in einer Zeit angekommen sind, wo wir mal wieder einen Dreier holen müssen. (…) Wir können alle die Tabelle lesen. Deshalb ist der Punkt zu wenig.“

Köln-Geschäftsführer Thomas Kessler (40)
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Und weiter: „Wir sind kurz nach dem Spiel. Wir haben alle Emotionen nach dem Derby. Wir alle können die Tabelle lesen. Wir werden uns entspannt Richtung Wochenende begeben und dann machen wir uns unsere Gedanken.“
Durch den Punkt könnte Köln am Sonntag auf den Relegationsrang rutschen, sollte St. Pauli zu Hause gegen Freiburg gewinnen.