Ausflugstipp im Frühling

Wanderweg rund um das Saugartenmoor in der Dresdner Heide

22.03.2026 – 08:08 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wanderweg Alte Eins am Saugarten (Archivbild): Hier wurden damals Wilschweine von den sächsischen Kurfürsten gehalten. (Quelle: IMAGO/Gabriele Hanke/imago)

Ein ehemaliger Jagdgrund mit ungewöhnlichem Namen ist heute ein Naturdenkmal in Dresden. Was es so besonders macht.

Mitten in Dresden liegt eine mystisch anmutende Landschaft: das Saugartenmoor. Was einst als Jagdgebiet für den Adel diente, ist heute eines der Naturdenkmäler der Stadt und wurde dank eines Nabu-Projektes aufwendig renaturiert.

Die Geschichte des Moors ist lang, doch im 19. Jahrhundert taucht es erstmals in Schriften auf. Bis zum Jahr 1820 befanden sich hier vier sogenannte Saugärten: Flächen, in denen Wildschweine für höfische Jagdausflüge gehalten wurden.

Die Saugärten in der Dresdner Heide dienten auch als Ausgangspunkt für die erste Karte, die von dem Gebiet entworfen wurde. Denn vom Moor ab zeichnete der Kartograf Johannes Humelius ein Wegnetz in Form eines achteckigen Sternes. Heute sind diese Wege etablierte Wanderrouten durch die Dresdner Heide. Ein Gedenkstein erinnert an die Zeit, in der die sächsischen Kurfürsten noch Jagden veranstalteten.

Das Saugartenmoor gilt mit 2,4 Hektar als eines der besterhaltenen Moorgebiete im Umkreis. Damit das so bleibt, startete das Naturschutzinstitut Region Dresden im Jahr 2014 ein Projekt zum Schutz und Erhaltung der Moorflächen.

Im Moor wachsen seltene Pflanzenarten wie der Rundblättrige Sonnentau und der Weiße Schnabelried. Der Wanderweg „Alte Eins“ führt direkt an der Moorlandschaft vorbei.

Vom Bahnhof Dresden Neustadt steigen Ausflügler in den Regionalexpress 2 bis nach Radeberg Bahnhof. Von dort aus muss die Buslinie 520 genommen werden. Von der Haltestelle Dresden Heidemühle sind es dann noch knapp 17 Minuten zu Fuß bis zum Moor.

Mit dem Auto gelangt man am schnellsten zum Moor über die Radeberger Landstraße und die Ullersdorf-Langebrücker Straße. Vom Dresdner Zentrum müssen Autofahrer rund 40 Minuten einplanen.