Deniz Undav nach seinem Treffer vor einer Woche gegen RB Leipzig. Foto: Baumann/Hansi Britsch
Nach den Spielen in der Europa League hat der VfB Stuttgart in dieser Saison meist in der Bundesliga überzeugt. Schafft er das auch beim vorerst letzten Mal?
An den internationalen Rhythmus, heißt es ja immer, muss man sich gewöhnen. Teams, die seit Jahren im Europapokal vertreten sind, kennen die Herausforderung. Ein Highlight unter der Woche, womöglich mit einer langen Reise verbunden. Dann der Alltag in der Fußball-Bundesliga. Womöglich in einem kleinen Stadion gegen einen giftigen Kontrahenten. In der zweiten Spielzeit hintereinander hat sich auch der VfB Stuttgart dieser Prüfung gestellt.
Bislang hat der VfB ihn in dieser Saison aber gut hinbekommen. Elfmal gab es die Konstellation des Bundesligaspiels nach einer Europapokalnacht – und von den 33 Punkten, die da vergeben wurden, haben die Stuttgarter ganz 28 geholt.
Beim 2:1 gegen Celta Vigo folgte ein 2:1-Sieg beim 1. FC Köln. Der Niederlage beim FC Basel ein 1:0 gegen den 1. FC Heidenheim. Nach dem 0:1 bei Fenerbahce Istanbul gewann der VfB gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 2:1. Nach dem Heimerfolg gegen Feyenoord Rotterdam gewannen die Stuttgarter auch gegen den FC Augsburg (3:2). Dem Sieg gegen Maccabi Tel Aviv ließ das Hoeneß-Team ein 4:0 in Bremen folgen. Und nach der Pleite bei der AS Roma folgte in Mönchengladbach die schnelle Wiedergutmachung (3:0). Auch nach dem 3:2 über die Young Boys Bern folge ein Bundesligasieg (1:0 gegen den SC Freiburg). Ebenso wie nach der Heimniederlage gegen Celtic Glasgow (4:0 gegen den VfL Wolfsburg). Und nach dem Hinspiel gegen den FC Porto hat der VfB sonntags RB Leipzig besiegt.
Nur zweimal ging es nicht gut im Bundesligaspiel nach einer Partie im Europapokal. Nach dem deutlichen Sieg bei den Go Ahead Eagles verlor der VfB beim Hamburger SV mit 1:2. Und nach dem Sieg bei Celtic Glasgow gab es ein 3:3 beim 1. FC Heidenheim.
Insgesamt aber spricht die Bilanz nicht nur für die Einstellung der VfB-Profis und die Kunst des Trainers, sein Team immer wieder richtig einzustellen. Sondern auch für die Breite des Kaders. Sebastian Hoeneß konnte oft die Belastung gut verteilen, ohne dass die Rotation einen Leistungsabfall erzeugt hätte. Genau das soll am Sonntagabend in Augsburg ein letztes Mal in dieser Saison noch einmal gelingen. Danach gibt es nur noch eine ähnliche Konstellation.
Am 23. April spielt der VfB das Halbfinale im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg. Am Sonntag darauf ist Werder Bremen zu Gast.