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Bochum – Es war eine schöne Tradition zum Karsamstag: Das Deutsche Rote Kreuz versteckte im Stadtgarten in Bochum-Wattenscheid bunt gefärbte Eier und Schokohasen. Doch damit ist es jetzt vorbei. Unfassbar: Im vergangenen Jahr hatten Erwachsene die Nester geplündert und die Ehrenamtlichen bepöbelt und beschimpft! Das DRK zieht Konsequenzen.

Vor 5 Jahren hatte die Hilfsorganisation die Tradition von einem Bürger-Verein übernommen. Seitdem verteilten die Ehrenamtlichen jährlich 5000 bis 7000 Eier und etwa 350 Schokohasen im Park, etwa 2000 Teilnehmer kamen zur Suche. Doch noch während die Freiwilligen die Überraschungen versteckten, begannen Erwachsene bereits, die Ostereier einzusammeln!

„Manche haben den Hals nicht voll bekommen“

Es habe zwar schon immer Frühstarter gegeben – im vergangenen Jahr sei die Lage aber „eskaliert“. „Einige haben den Hals einfach nicht voll bekommen. Manche Familien sind mit 15 Eiern nach Hause gegangen“, sagt Christian Lange (53), Sprecher und Mitglied des Präsidiums vom DRK Wattenscheid, zu BILD.

Christian Lange (53) vom DRK Wattenscheid

Christian Lange (53) vom DRK Wattenscheid

Foto: Stefan Schejok

Kinderlose Erwachsene sammelten körbeweise Eier

Und weiter: „Mir sind Erwachsene ohne Kinder aus dem Park entgegengekommen mit einem ganzen Korb oder Karton voller Eier. Teilweise waren sie einfach auf ihrer Gassirunde unterwegs. Da habe ich mich auch gefragt: Warum muss ich als Erwachsener 20 bunte Eier mitnehmen, die ich für 3 Euro im Supermarkt bekomme?“

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Doch damit nicht genug. Für manche Kinder waren zum offiziellen Start der Veranstaltung durch die erwachsenen Sammler gar keine Eier mehr da. Die Folge: traurige Kinder – und wütende Mütter und Väter! „Unsere Ehrenamtlichen wurden von den Eltern beschimpft. Im Sinne von: Scheiß Organisation! Ihr seid zu doof! Und das waren noch die netteren Worte“, so Lange.

Mehr zum ThemaDRK überlegte, Parkeingänge zu kontrollieren

Schon direkt nach der Veranstaltung hätten die Freiwilligen vom DRK gesagt, dass sie sich für ihr Ehrenamt nicht auch noch beschimpfen lassen wollten. Zwar habe man überlegt, die sechs Eingänge des Parks während des Eierversteckens zu kontrollieren, damit keine Erwachsenen frühzeitig suchen. „Das hätten wir personell aber gar nicht gestemmt bekommen“, sagt Lange.

Deshalb jetzt die endgültige Absage. Lange: „Eigentlich war es mehrheitlich eine schöne Veranstaltung. Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, wir bedauern das sehr. Aber wir müssen auch unsere Ehrenamtlichen schützen.“