
In einigen Lidl-Filialen kamen die Gläser nicht an. Bild: dpa / Marijan Murat
Supermarkt
Obwohl der Energydrink Kong Strong ein beliebtes Produkt bei Lidl ist, zeigt sich der Supermarkt „überrollt“ vom Hype um die Gläsersets. Kund:innen auf Social Media sind enttäuscht.
22.03.2026, 09:1722.03.2026, 09:17

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Deutschland ist erprobt in Sachen Trendproduktionen. Egal, ob Dubai-Schokolade, Iced Matcha Latte oder Labubu-Figuren, in den letzten Jahren wurden erfolgreich Massen zu Hypes mobilisiert. Die Folge: Lange Schlangen und leere Regale.
So auch im aktuellen Fall von Lidl. Der Discounter kündigte auf Instagram eine neue Produktlinie an. Der Kong Strong Energydrink, eine Eigenmarke, kann von nun aus dem eigens kreierten Kong-Strong-Glas getrunken werden. Doch manche Interessenten hatten keine Chance, die beliebten Gläser in ihrer Region zu erhalten.
Im Angebot: Lidl verkauft limitierte Kong-Strong-Gläser
Mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie Blueberry-Pomegranate und Tropical Guava sowie zuckerfreien und Light-Varianten lockt die Produktlinie von Kong Strong ein junges Publikum. Das wirkt. Auf Social Media gibt es sogar Fan-Accounts, die dem Energydrink gewidmet sind.
Seit Montag, dem 16. März, konnten sich die Hardcore-Fans ergänzendes Material kaufen, das den Trinkgenuss komplettiert. Das Vierer-Set Trinkgläser wurde für 3,99 Euro auf dem Instagram-Account von Lidl beworben.
Die 350-ml-Gläser haben das typische Design der Dosen von Kong Strong Energydrinks. In den Kommentaren wurde die Optik mit Retro-Designs von Coca Cola verglichen – das kam gut an. „Direkt viermal eingepackt“, kommentiert ein Fan. Ein weiterer war angeblich um 7 Uhr morgens bei Lidl, um die Gläser abstauben zu können.
Lidl reagiert auf Kunden-Kritik: „Dickes Sorry“
Andere hatten nicht so viel Glück. „Durch ganz Reinickendorf gerannt und keine gefunden“, beschwert sich eine Person laut „Ruhr24„. So geht es dutzenden anderen.
Daran hat nicht nur die Beliebtheit schuld. „Leider nicht gefunden in unseren beiden Lidl-Filialen“, kommentiert eine Person. Und weiter: „Ware kam vermutlich nicht an.“
Der Discounter gibt sich kleinlaut: „Wir bemühen uns, alle Aktionsartikel ausreichend zu lagern, aber manchmal kommt es zu unvorhergesehenen Lieferengpässen“, kommentiert er unter einer Beschwerde. Immer wieder betont Lidl: „Wir arbeiten daran, das zu verbessern.“
Insgesamt sei der Ansturm auf die Gläser „höher als erwartet“ ausgefallen. „Dickes Sorry“, schreibt der Supermarkt in einem Kommentar. Weiter gesteht Lidl: „Leider hat uns der Run auf die Gläser wohl offenbar etwas überrollt“.
Auf die vielen Nachfragen, ob es nicht doch noch Gläser gebe, erklärt der Discounter, dem es „wirklich leid“ tut: „Wenn die Gläser überall ausverkauft sind, haben auch wir leider keine Möglichkeit. Bei Aktion gilt das Motto: Wenn weg, dann weg.“
Ob es künftig eine weitere Angebotswoche für das beliebte Produkt geben wird, ist derzeit nicht bekannt.