Mannheim. Vor einer ungewissen Zukunft stehen die Mannheimer Kanuten: Über ein Jahrzehnt haben die Vereine im Seckenheimer Hallenbad von Januar bis März ihr Kenterrollentraining absolvieren können. Nun ist die „Indoor-Saison“ beendet – die letzte in den vertrauten Hallen, da ab Sommer 2026 der Betrieb des Bades eingestellt wird. Wie berichtet, wird dieses geschlossen und abgerissen. Davon sind auch die Kanupolo-Spieler der beiden Kanuvereine KSC Neckarau und Kanu Club Mannheim (KCM) betroffen, die in Seckenheim 25 Jahre trainiert haben.

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„Das Seckenheimer Hallenbad hat uns viele Jahre einen Ort außerhalb der Kanu-Saison gegeben, an dem unsere Paddler, insbesondere die Nachwuchssportler, das sichere Aussteigen beim Kentern üben und die Kenterrolle, die als Voraussetzung für weitere Kanusparten wie Wildwasser oder Freestyle gilt, erlernen konnten“, so Marvin Piekarek, Trainer bei der Kanu-Gesellschaft Neckarau und Organisator des Kenterrollentrainings für den KanuKreis Mannheim.

Wie es mit den Mannheimer Kanuten weitergeht, steht noch nicht fest

Trotz des ungünstigen Zeitfensters – samstags 20.30 bis 22 Uhr – hätten sich stets 25 bis 30 Übende im Hallenbad eingefunden. „Bei den letzten zwei Terminen im März waren bis zu 45 Leute im Wasser“, so der Kanuten-Trainer.

Wie es weitergeht, sei noch ungewiss, betont Piekarek. „Es ist noch nicht geklärt, in welchem anderen Hallenbad wir für 2027 die Möglichkeit bekommen, unser Sicherheitstraining zu absolvieren.“ Eine Option wäre das neue Kombibad in Herzogenried, das Ende 2026 eröffnet werden soll. Zumindest den Kanupolo-Vereinen habe die Stadt bereits signalisiert, dass das Bad auch für ihre Spieler zur Verfügung stehen wird, wie KCM-Sportwart Alireza Esmailnejad gegenüber dem „MM“ betont hatte.

In den letzten zwei Terminen im März waren laut Piekarek bis zu 45 Leute im Wasser. Unter anderem sei dabei auch Babys und Kleinkindern der Vereinsmitglieder eine entspannte Erstbegegnung mit den Booten gewährleistet worden.