Spitzenverdiener in Bayern

So viel Gehalt bekommt Münchens Oberbürgermeister

Aktualisiert am 22.03.2026 – 11:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Dieter Reiter (Archivbild): Der 66-Jährige ist seit 2014 Oberbürgermeister von München. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)

Bürgermeister ist nicht gleich Bürgermeister – gerade, wenn es um die Bezahlung geht. Die richtet sich nach der Größe der Stadt. Ein klarer Vorteil für Münchens OB Dieter Reiter.

Was verdient man eigentlich als Bürgermeister? Diese Frage lässt sich pauschal nicht so einfach beantworten. Denn: Nicht jeder Bürgermeister bekommt gleich viel. Während das Amt in kleineren Gemeinden oftmals ehrenamtlich ausgeübt wird, werden hauptamtliche Bürgermeister während ihrer Amtszeit verbeamtet. Sie sind dann sogenannte Beamte auf Zeit. Als solche richtet sich ihr Verdienst nach der Größe der jeweiligen Stadt.

Spitzenverdiener unter den bayerischen Rathauschefs bleibt der 67-jährige Münchner OB Dieter Reiter (SPD). Er wird in die höchste Besoldungsgruppe B11 eingeordnet. Laut aktueller Besoldungstabelle (Stand März 2026) beläuft sich sein monatliches Grundgehalt auf 15.809,30 Euro. Das ergibt ein jährliches Grundgehalt von 189.711,60 Euro.

Zusätzlich zum Grundgehalt stehen den Beamten auf Zeit monatliche Dienstaufwandsentschädigungen zu. Diese sollen den persönlichen Aufwand ausgleichen, der durch das Amt entsteht (z.B. Repräsentation). Für Städte mit über 100.000 Einwohnern liegen diese im Jahr 2026 bei maximal 1.690,44 Euro pro Monat.

Somit ergibt sich eine zusätzliche jährliche Entschädigung von rund 20.285 Euro. Für Dieter Reiter beläuft sich der Gesamtbetrag aus Gehalt und Pauschale somit auf rund 210.000 Euro pro Jahr – weitere Nebeneinkünfte noch nicht eingerechnet.

Die Gesamteinkünfte liegen jedoch deutlich höher. Am Donnerstag erklärte Reiter überraschend, für seine Tätigkeit im Verwaltungsbeirat des FC Bayern seit Ende 2021 eine Aufwandsentschädigung von 20.000 Euro pro Jahr zu erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Zusammen mit seinen weiteren Mandaten in städtischen Töchtern (wie der Messe oder den Stadtwerken) nähern sich seine Brutto-Bezüge damit der Marke von 240.000 Euro pro Jahr an. Für diese Zahlungen fehlte laut Kritikern bislang die notwendige Genehmigung des Stadtrats. Zudem greift ab einer gewissen Höhe die Abführungspflicht, nach der Teile der Nebeneinkünfte an die Stadt zurückgezahlt werden müssen.