Sie starb 2012 auf tragische Weise im Alter von nur 48 Jahren, als ihre Assistentin die drogensüchtige Sängerin in einem Hotel in Beverly Hills leblos in der Badewanne aufgefunden hatte. Aber Whitney Houstons Welthits leben weiter, wie Hauptdarstellerin Donna Blackwood jetzt in der Kaiser-Friedrich-Halle eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Mit „One Moment in Time – The Whitney Houston Story” gastierte das Reset-Ensemble aus dem thüringischen Gera in Mönchengladbach – und hätte mehr Zuschauer verdient gehabt als die rund 300, die gekommen waren, um der im Alter von nur 48 Jahren jung verstorbenen Künstlerin für einen Abend noch mal ganz nah zu sein und ihre größten Erfolge live zu hören. Blackwood, die aus dem englischen Manchester stammt und wie ihr musikalisches Vorbild als R&B-Sängerin Erfolge feiert, kam nah heran an die berühmte Ausnahmekünstlerin, die während ihrer Ehe mit Bobby Brown häusliche Gewalt erleben musste.
Musikalisch begleitet wurde Blackwood, die während der zweieinhalbstündigen Show immer wieder ihre Bühnen-Outfits wechselte, von den beiden italienischen Background-Sängerinnen Jasmine Furlotti und Veronica Atzeni. Lorenzo Moccia, der in seiner Heimat im Stiefel-Land vor allem als Musicaldarsteller bekannt ist, ergänzte den Background-Chor. Eine vierköpfige Band, ein professionelles Tanzpaar und die Saxofonistin Donata Greco unterstützten Blackwood dabei, zu zeigen, dass es tatsächlich möglich ist, die sechsfache Grammy-Preisträgerin nahezu perfekt zu imitieren.
In farbenfrohen Glitzerkleidern sang die stimmgewaltige Engländerin die bekannten Whitney-Houston-Hits: „How will I know”, „Saving all my love for you” oder auch „I’m every woman”. Bei „Step by step” forderte Donna Blackwood ihr Mönchengladbacher Publikum auf, sich von den Plätzen zu erheben und ausgelassen zu tanzen: „Wir feiern jetzt eine riesige Party zu Ehren von Whitney Houston”, verkündete sie auf Englisch. Immer wieder sorgte sie für ganz besondere Gänsehaut-Momente, als sie mit ihrer kraftvollen Stimme und den bekannten Hits an die verstorbene Sängerin erinnerte, die trotz ihres Weltruhms unglücklich war und Kokain konsumierte.
„My love is your love”, „So emotional”, „The greatest Love of all” und „I will always love you” hatten auch nach Jahrzehnten in Mönchengladbach nichts von der ganz besonderen Magie verloren, die die angereisten Whitney-Houston-Fans bei der Tribute-Show verspürten. Bei den Zugaben nutzten die Konzertbesucher die Taschenlampenfunktion der mitgebrachten Mobiltelefone. Mit „I’m gonna dance with somebody” und dem musikalischen Versprechen „I will always love you” verabschiedete sich das weit gereiste Tournee-Ensemble vom Publikum in der KFH, das sich zu stehenden Ovationen hinreißen ließ.