Pullach: Tausendfreund muss Niederlage einstecken
Susanna Tausendfreund (Grüne) muss nach zwei Amtszeiten als Bürgermeisterin ihren Chefsessel im Rathaus räumen. Überraschend klar hat Christine Eisenmann (CSU), die 2020 noch in der Stichwahl mit knapp 47 Prozent der Stimmen unterlegen war, das Rennen gemacht. Diesmal holte die Herausforderin 54,6 Prozent, Tausendfreund 45,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,1 Prozent. Tausendfreund wünschte ihre Konkurrentin „ein gutes Händchen bei der zukünftigen Regierung des schönen Pullach“. Eisenmann sagte, sie hoffe, „das Vertrauen, dass in mich gesetzt wurde, zu erfüllen“ und versprach in einer ersten Stellungnahme „ihr Bestes zu geben“, wie unser Kollege Udo Watter aus Pullach berichtet. Siegerin Christine Eisenmann (CSU) wurde im großen Sitzungssaal gefeiert und konstatierte: „Ich bin überwältigt. So viele Menschen haben ihr Vertrauen in mich gesetzt. Ich freue mich sehr auf die Arbeit in Rathaus.“ Es habe eine Wechselstimmung in Pullach gegeben und nach dem ersten Wahlgang sogar eine „Aufbruchstimmung“. Sie wolle jetzt vieles anpacken, was in den vergangenen Jahren liegen gelassen wurde. Wahlverliererin Susanna Tausendfreund (Grüne) weiß noch nicht, ob sie ihr Mandat im Gemeinderat wahrnehmen will, meinte aber: „Eher nicht“. Sie war sichtlich enttäuscht, hat aber durchaus so ein Ergebnis befürchtet. Den Wahlkampf fand sie, mit Blick auf die Gegenseite, manchmal überspitzt: „Aber mei, so ist das ist halt im Wahlkampf.“