„Tatort“ aus Frankfurt

Hochhaus und Villenviertel: Wo „Fackel“ gedreht wurde

23.03.2026 – 08:04 UhrLesedauer: 2 Min.

"Tatort: Fackel": Das Team aus Frankfurt ermittelt wieder in einem Cold Case.Vergrößern des Bildes

„Tatort: Fackel“: Das Team aus Frankfurt ermittelt wieder in einem Cold Case. (Quelle: HR/ARD Degeto Film/Sommerhaus/Philipp Sichler)

Zwischen Hochhaussiedlung und Bürokomplex: Der neue Frankfurt-„Tatort“ nutzt echte Drehorte aus der Region – und greift zugleich ein reales Katastrophen-Thema auf.

Der neue Frankfurt-„Tatort“ spielt mit starken Gegensätzen – und genau die zeigen sich auch in den Drehorten. Gedreht wurde im gesamten Rhein-Main-Gebiet, von einer Hochhaussiedlung bis hin zu Bürokomplexen im Speckgürtel.

Die Folge „Fackel“ erzählt von einem verheerenden Hochhausbrand mit 13 Toten – und den offenen Fragen Jahre später. Die Geschichte ist lose inspiriert vom Brand des Grenfell Towers in London im Jahr 2017, bei dem 72 Menschen starben.

Zentrale Szenen entstanden in Frankfurt, aber auch in Eschborn, Offenbach, Oberursel und Babenhausen. Die Orte spiegeln die sozialen Spannungen wider, die im Film eine wichtige Rolle spielen.

Der Einstieg führt in eine Hochhaussiedlung in Frankfurt-Seckbach. Dort findet die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Brandes statt – ein emotionaler Ausgangspunkt für die Ermittlungen.

Ein politischer Schauplatz ist ebenfalls Teil der Handlung: Der Untersuchungsausschuss tagt im Film in einem repräsentativen Gebäude. Tatsächlich handelt es sich dabei um den Sitz der Industrie- und Handelskammer Frankfurt.

Auch technische Schauplätze wurden real verortet. Das Materialprüfungslabor, in dem ein Brandversuch gezeigt wird, gehört in Wirklichkeit zur Hochschule RheinMain in Wiesbaden.

Der Firmensitz des fiktiven Unternehmens „Styvex“, das Fassadenverkleidungen herstellt, liegt im Film in Eschborn. Dort spielt auch das dramatische Finale. Das Polizeipräsidium wiederum ist kein echtes Behördengebäude: Gedreht wurde im früheren Telekom-Komplex am Frankfurter Ostbahnhof. Ein Teil der Szenen wurde allerdings aufwendig inszeniert. Die spektakuläre Anfangsszene mit dem brennenden Hochhaus entstand größtenteils digital, Detailaufnahmen wurden im Studio gedreht.

Dabei wollten die Macher inhaltlich bewusst nah an realen Katastrophen bleiben. Regisseur Rick Ostermann betont, es gehe nicht um eine direkte Nacherzählung, sondern um die „gesellschaftlichen Dimensionen solcher Ereignisse“ – etwa um Fragen nach Verantwortung, Versäumnissen und den Folgen für Betroffene.