Mit der hochschulweiten Nachhaltigkeitsstrategie, die 2024 in Kraft getreten ist, hat die DHBW hierfür einen Orientierungsrahmen geschaffen, der als Grundlage für künftige Entscheidungen dient – unter anderem mit dem langfristigen Ziel der Klimaneutralität.

Ein sichtbares Beispiel für diesen Ansatz ist das modernisierte C-Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße in Schwenningen, in dem die Fakultät Sozialwesen untergebracht ist.

Die auf dem Gebäude installierten Photovoltaikanlagen erzeugen jährlich rund 72 000 Kilowattstunden Strom und tragen damit zur Reduktion von CO2-Emissionen im laufenden Betrieb bei.

Darüber hinaus ermöglicht die räumliche Bündelung der Fakultäten Wirtschaft und Sozialwesen an einem zentralen Standort eine effizientere Nutzung vorhandener Flächen sowie kürzere Wege im Studien- und Arbeitsalltag, teilt die DHBW mit.

Studierende spielen zentrale Rolle

Die baulichen Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Verständnisses von Nachhaltigkeit an der Hochschule. Rektor Lars Meierling betont: „Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiger Orientierungsrahmen unseres Handelns. Wir investieren in eine moderne, klimabewusste Infrastruktur und entwickeln unsere Lehre kontinuierlich weiter. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch unsere Studierenden, die sich engagiert mit Fragen des Klimaschutzes und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen.“

Im Hochschulalltag zeigt sich dieser Anspruch unter anderem durch den Ausbau digital unterstützter Verwaltungs- und Lehrprozesse. Auch eine zunehmend nachhaltige Beschaffungs- und Kooperationspraxis gewinnt an Bedeutung. Dazu zählt unter anderem das Bestreben, perspektivisch eine Fairtrade-Zertifizierung für den Hochschulstandort zu erreichen.

Ergänzend entstehen aus Studium und Lehre heraus Projekte, die Nachhaltigkeit konkret erfahrbar machen und über den Campus hinaus in die Region wirken – wie beispielsweise ein digitaler Biodiversitäts-Geocache im Naturschutzgebiet Schwenninger Moos, der ökologische Zusammenhänge vermittelt und zur Auseinandersetzung mit regionalem Naturschutz einlädt, zeigt die DHBW weiter auf.

Nachhaltigkeitsaspekte sind zudem in Studium und Lehre verankert. „Studierende bringen nicht nur neue Ideen ein, sondern auch ein ausgeprägtes Bewusstsein dafür, wie Klimaschutz im Hochschulalltag konkret umgesetzt werden kann“, sagt Johanna Rolf, Innovations- und Forschungsmanagerin an der DHBW Villingen-Schwenningen.

Professorale Nachhaltigkeitsbeauftragte arbeiten fakultätsübergreifend daran, entsprechende Themen weiterzuentwickeln und systematisch in die Curricula zu integrieren.