Stand: 23.03.2026 12:20 Uhr
Der Film „Zurück in die Zukunft“ von 1985 ist Kult. Nun hat die Musicalfassung im Operettenhaus in Hamburg Deutschlandpremiere gefeiert: mit einem fantastischen Jan Kersjes als Doc Brown. Bei der Premiere dabei war Bob Gale, der Original-Drehbuchautor des Films.
Es knallt und zischt und dann steht er da: der legendäre DeLorean mit der eingebauten Zeitmaschine, dem Fluxkompensator. Der Bühnen-DeLorean, eine originalgetreue Replik des futuristischen Sportwagens aus den 1980er-Jahren, ist mit reichlich Spezialeffekten ausgestattet.

Innenansicht des extra angefertigten DeLorean
Jan Kersjes, der in Hamburg unter anderem schon als King George in Hamilton auf der Bühne stand, spielt den exzentrischen Wissenschaftler Doc Brown. Wie auch im Film ist Doc Browns Werkstatt auf der Musicalbühne ein herrliches Durcheinander an Uhren und wundersamen Maschinen. Das Musical bleibt dabei eng dran an der Filmvorlage. Marty McFly, gespielt von Raphael Groß, reist zurück ins Jahr 1955 und muss dort seine Eltern miteinander verkuppeln.
40 Mal abgelehnt, heute Kult
Manche der Premierengäste haben sich stilecht in Schale geworfen. Tragen „Zurück in die Zukunft“-Shirts oder – wie damals Hauptdarsteller Michael J. Fox – die legendäre rote Steppweste.
Das ist ein original Marty-McFly-Outfit. Ich hatte das als Zwölfjähriger schon an und bin mit dem Skateboard damit in die Schule gefahren!
Premierengast
Fast, erzählt Drehbuchautor Bob Gale, der zur Premiere nach Hamburg gekommen ist, hätte es den Film damals gar nicht gegeben. Niemand wollte ihn machen. Mehr als 40 Mal wurde das Drehbuch abgelehnt. Gale hat auch das Musical geschrieben.
Spektakuläre Show mit den großen Hits
Trotz aller Ähnlichkeit zur Filmvorlage ist manches anders auf der Musicalbühne. So werden der DeLorean und die Zeitmaschine per Sprachsteuerung aktiviert. Die meisten Songs sind speziell fürs Musical entstanden. Aber wie im Film sind auch ein paar große Hits, wie „Power of Love“ von Huey Lewis & The News oder „Johnny B. Goode“ von Chuck Berry, dabei.
Dramatischer Moment mit Doc Brown an der Rathausuhr
Vor allem im zweiten Teil wird es dann richtig spektakulär: Wenn zum Beispiel Doc Brown hoch oben vor der Rathausuhr steht, um den Blitzeinschlag einzufangen und so die nötige Energie für die Zeitmaschine zu gewinnen – und der DeLorean schließlich sogar abhebt und über dem Publikum schwebt. Natürlich gibt es auch das berühmte Filmzitat: „Straßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen.“
Wer aufmerksam zuhört, stellt auch fest, dass eine der markantesten NDR Stimmen auftaucht: Peter Urban ist als Off-Stimme ein kleines Puzzleteil des Musicals.
Kurzweilig und unterhaltsam
Ob aus einem Film – gerade aus einem so bekannten – wirklich auch noch ein Musical werden muss, ist oft die Frage. Bei „Zurück in die Zukunft“ aber geht die Musicalversion auf, wie die Publikumsreaktionen zeigen: „Man kennt den Film, man weiß, wie die Story ausgeht dennoch ist es unfassbar, wie das Ganze umgesetzt wurde“, sagt ein Besucher. Kurzum: „Zurück in die Zukunft“ ist eine kurzweilige und unterhaltsame Show, die Spaß macht.

Das Kultauto aus „Zurück in die Zukunft“ ist nun nach dem Broadway auf der Reeperbahn zu erleben – mit viel Licht und Qualm.

Damals Zukunft, heute Vergangenheit. Nicht alles, was der Film, der vor 40 Jahren in die Kinos kam, prophezeite, ist auch tatsächlich eingetreten.

In dem Hollywood-Film „Zurück in die Zukunft“, der vor 40 Jahren in die Kinos kam, reiste Michael J. Fox als Marty McFly zuerst in die 1950er-Jahre und dann ins Jahr 2015.