Königin Silvia von Schweden hat ihn, der einstige europäische Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ebenfalls – der „Benediktpreis von Mönchengladbach“ gilt zu Recht als eine der ranghöchsten Auszeichnungen des Landes NRW. Dass die Ehrung so prominente Preisträger vorweisen kann, ist Helmut Linnenbrink zu verdanken.

Denn eigentlich war der Benediktpreis bereits 2010 aufgegeben worden. Doch Linnenbrink erweckte ihn – dem Grundgedanken des heiligen Benedikt „Ora et labora“ („Bete und arbeite“) folgend – zu neuem Leben und gründete 2013 eigens einen Verein dafür. Dessen Vorsitzender war er bis 2022, jetzt ist er Ehrenvorsitzender. Der letzte Preisträger unter Linnenbrinks Führung war Gunter Demnig. Der Künstler ist berühmt geworden, weil er seit Jahrzehnten „Stolpersteine“ verlegt, um die Erinnerung an Opfer der Nationalsozialisten wachzuhalten.

Nun war Linnenbrink selbst ein Geehrter und durfte in der Staatskanzlei in Düsseldorf die höchste Landesauszeichnung entgegennehmen: Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin, überreichte dem engagierten Mönchengladbacher als einem von insgesamt 15 Geehrten den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Verliehen wird er jedes Jahr Persönlichkeiten aus ganz NRW, die in Wissenschaft, Politik, Gesellschaft oder Kultur Besonderes leisten.

„Helmut Linnenbrink hat ein hochkarätiges Kuratorium zusammengestellt und viele Unternehmen als Sponsoren gewonnen. So hat er es geschafft, den Preis heute weit über die Grenzen der Stadt bekannt zu machen“, so Neubaur. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die werteorientiert handeln und abendländische Kultur prägen. Zu den mit dem Benediktpreis Geehrten gehören auch die Journalistin Dunja Hayali und Bundespräsident a. D. Joachim Gauck. Prominent waren auch stets die Laudatoren, darunter mehrere Ministerpräsidenten. Neubaur betonte, dass Linnenbrink zudem 2015 Kostenpflichtiger Inhalt den Juniorpreis gegründet hat und damit deutlich machte, „dass auch junge Menschen viel bewegen“.

Das Engagement des heute 81-Jährigen reicht noch weiter: Von 2007 bis 2019 war er stellvertretender Vorsitzender der „Ordo socialis“, einer wissenschaftlichen Vereinigung zur Förderung der christlichen Gesellschaftslehre. Zudem hat der gebürtige Westfale, der seit Jahrzehnten mit seiner Frau Astrid in Mönchengladbach lebt, beim Bund katholischer Unternehmer im Vorstand mitgewirkt und 2008 das Format „Politik – Kirche – Wirtschaft“ initiiert. Dabei tauschen sich hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Kirchen und der Wirtschaft aus. „Sie haben viel für Ihre Heimat Mönchengladbach und unser Land getan“, betonte Neubaur.