Die Nutzung eines früheren Industriegebäudes in Leipzig-Schönefeld bleibt untersagt. Das Verwaltungsgericht hat den Eilantrag des Eigentümers dagegen abgewiesen. Das Gebäude an der Kamenzer Straße, ein rund 100 Meter langer Bau aus der NS-Zeit, gehörte in der NS‑Zeit zur Rüstungsfirma HASAG, die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ausbeutete. Es gilt als einziges erhaltenes bauliches Relikt eines KZ-Außenlagers in Leipzig und soll nach Angaben der Stadt unter Denkmalschutz gestellt werden.

Seit der Stilllegung des VEB Chemieanlagenbau 1990 steht es laut Gericht ohne gültige Baugenehmigung da. Dennoch sei es in den vergangenen Jahren wiederholt als Wohnraum, Boxstudio oder Lager genutzt worden. Die Stadt hab dies nie geduldet, weil erhebliche Sicherheitsmängel bestünden.