
Bei einem Unfall eines ICE mit einem Bagger nahe Gelnhausen ist der Fahrer des Baggers leicht verletzt worden. Die Strecke zwischen Frankfurt und Fulda ist für den Bahnverkehr weiterhin gesperrt.
Auf einer Bahnstrecke nahe Gelnhausen (Main-Kinzig) ist am Montagmorgen ein ICE mit einem Bagger kollidiert. Als der ICE dort heranfuhr, ragte der Greifarm des Baggers auf die Bahnstrecke, wie die Bundespolizei mitteilte. Daraufhin sei es zu dem Unfall gekommen.
Zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 10 Uhr befanden sich zirka 650 Passagiere in dem ICE. Keiner der Reisenden wurde verletzt. Für die Passagiere war der Unfall mit stundenlangen Wartezeiten verbunden.
Gegen Mittag stellte die Bahn einen Ersatzzug zur Verfügung, der die Fahrgäste weitertransportieren sollte. Der Baggerfahrer wurde leicht am Kopf verletzt und kam ins Krankenhaus.
Passagierin: „Man spürte einen starken Ruck“
Eine Passagierin berichtete der Nachrichtenagentur dpa, dass der Zug bereits vor der Kollision aufgrund einer Baustelle mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Plötzlich sei er stark abgebremst worden.
„Im nächsten Moment spürte man einen starken Ruck und es war klar, dass der ICE gerade in etwas oder jemanden reingefahren war“, sagte die Passagierin. Unmittelbar danach sei zu hören gewesen, wie etwas auf den ICE und dann an den Fenstern vorbei auf den Boden neben dem Zug gefallen sei.
Der ICE ist bei der Kollission mit einem Bagger beschädigt worden.
Strecke zwischen Frankfurt und Fulda gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Fulda ist derzeit für den Verkehr gesperrt. Dadurch kommt es zu Verspätungen von rund 45 Minuten sowie zu Ausfällen im Fernverkehr, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Um die Unfallstelle erreichen zu können, muss die Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden, um die Gefahr eines Stromschlags auszuschließen.
Derzeit ist die Strecke zwischen Frankfurt und Fulda für den Bahnverkehr gesperrt. Es kommt dadurch zu Verspätungen von rund 45 Minuten und Ausfällen im Fernverkehr, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
Um an die Unfallstelle zu gelangen, muss die Oberleitung abgeschaltet und auch geerdet werden, um die Gefahr eines Stromschlags auszuschließen. Die Bahn rechnet damit, dass die Einschränkungen bis Dienstagabend andauern. Betroffen sind unter anderem Verbindungen von Frankfurt über Kassel nach Hamburg sowie von Frankfurt über Erfurt nach Berlin.
Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar.
Oberleitung bei Unfall beschädigt
Laut Deutscher Bahn wurde bei dem Unfall auch die Oberleitung beschädigt. Sie müsse repariert werden. „Nachdem unsere Fachleute ein Schadensbild erstellt haben, können wir prognostizieren, wie lange die Reparaturarbeiten dauern werden“, so ein Bahn-Sprecher.
Bei dem Zug handelte es sich um den ICE 71, der von Hamburg kommend nach Basel unterwegs war. Betroffen sind demnach unter anderem die ICE-Verbindungen Frankfurt-Kassel-Wilhelmshöhe, Frankfurt-Wolfsburg/Braunschweig und Frankfurt-Erfurt. Wann die Sperrung aufgehoben wird, ist noch nicht absehbar.