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Köln (Nordrhein-Westfalen) – Erst waren es Salmonellen, jetzt Bakterien! Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen ruft Penny vorsorglich eine Mettwurst zurück. Der Hersteller rät dringend davon ab, das betroffene Produkt zu verzehren. Eine Gesundheitsgefahr wird nicht ausgeschlossen.
Es geht um die „Meisterklasse Schinken-Zwiebelmettwurst“, 200 Gramm, mit der Chargennummer L006101 und dem Verbrauchsdatum 24. März 2026. In einer Probe wurden bestimmte Bakterien, sogenannte Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC), nachgewiesen. Das teilte der Lebensmittel-Discounter Penny mit, der die Wurst der OVO Vertriebs GmbH verkauft.
Schon vor rund zwei Wochen musste die „Meisterklasse Schinken-Zwiebelmettwurst“ aus den Regalen genommen werden. In einer Probe wurden auch damals Krankheitserreger in der Mettwurst nachgewiesen. Es ging um Salmonellen, die laut Robert-Koch-Institut unter anderem Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen, aber auch schwere Krankheitsverläufe auslösen können. Betroffen war die Charge L04804 mit dem Verbrauchsdatum 12. März 2026.

Um diese Wurst geht es
Foto: OVO Vertriebs GmbH
Fast alle Bundesländer betroffen
Penny-Sprecher Andreas Krämer zu BILD: „Sowohl die OVO Vertriebs GmbH als auch Penny bedauern den neuerlichen Rückruf sehr. Wir nehmen den Nachweis äußerst ernst.“ Von dem neuerlichen Rückruf sind nach seinen Angaben außer Thüringen und Schleswig-Holstein sämtliche Bundesländer betroffen.
Das Produkt bestehe zu 92 Prozent aus Schweinefleisch, dessen Ursprung Deutschland sei. Der Discounter habe umgehend gehandelt: Die betroffene Charge des Produktes sei „freiwillig und präventiv im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ bereits am Freitag aus den Regalen genommen worden. All diese Schritte seien in enger Abstimmung mit den Behörden erfolgt, sagt Krämer.

Nur Thüringen und Schleswig-Holstein sind von der aktuellen Rückrufaktion von Penny nicht betroffen
Foto: picture alliance/osnapix/Steven Mohr
Wenn Sie die Wurst schon gegessen haben
Penny empfiehlt: „Wer das betroffene Produkt gegessen hat und ernsthafte oder anhaltende Beschwerden bemerkt, sollte ärztliche Hilfe aufsuchen und auf das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), eine infektionsbedingte Erkrankung, hinweisen.“ Gesunde Personen müssten sich nicht vorsorglich in Behandlung begeben.
So kommt es zu einer Infektion
Escherichia coli (STEC) können laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin direkt oder indirekt vom Tier auf den Menschen übertragen werden und Krankheiten auslösen. Sie können leichte bis schwere Durchfallerkrankungen auslösen, aber im schlimmsten Fall auch zu einem Nierenversagen führen. Aufgenommen werden sie über verunreinigtes Wasser, verunreinigte Lebensmittel oder über einen engen Kontakt zu infizierten Menschen oder Tieren (Schmierinfektion).
Mehr zum ThemaRückgabe der Wurst ist ohne Bon möglich
Krämer erklärt die weitere Vorgehensweise: „Wir werden das Produkt zunächst weiter analysieren und dann entscheiden, ob und wann wir die Märkte mit neuer, frischer Ware beliefern.“ Der Hersteller verfüge über „ein bewährtes Analyseschema“. Kunden können laut Penny die betroffene Wurst ohne Kassenbon zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet. Verbraucheranfragen können zudem telefonisch unter 069 420982-991 (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 17 Uhr) gestellt werden.