Am Regenrückhaltebecken in Holzwickede-Hengsen wurde eine grüne Flüssigkeit versprüht. Dahinter steckt ein wichtiger Schritt der Bauarbeiten.

Wer am Montag (23.3.) am Regenrückhaltebecken an der Kronenstraße in Holzwickede vorbeikam, dürfte sich gewundert haben: Eine Kolonne aus Gärtnern bespritzte die frisch modellierten Erdflächen entlang des Bachlaufes mit einer auffällig grünen Flüssigkeit.

Was auf den ersten Blick durchaus ungewöhnlich wirkt, ist ein ganz normaler Schritt am Ende der Bauarbeiten. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Anspritzbegrünung. Das Saatgut wird zusammen mit Wasser und weiteren Stoffen auf den Boden gesprüht, damit die Flächen schnell und gleichmäßig bewachsen.

Einsaat markiert letzte Phase

Damit ist die Maßnahme am Rückhaltebecken weitgehend abgeschlossen. Seit August 2025 wurde dort gearbeitet, rund 3000 Kubikmeter Boden wurden bewegt. Das Becken selbst dient dem Hochwasserschutz. Es hält bei starken Regenfällen Wasser zurück, das dann zeitverzögert in den Holzwickeder Bach abfließt.

Dafür wurden zwei Becken angelegt, die sich nacheinander füllen und so die Wassermengen regulieren. Erste Pflanzen sollen bereits im April wachsen, also zeitnah nach der Einsaat.

Die Kosten für die gesamte Maßnahme liegen bei rund 350.000 Euro. Hintergrund ist eine wasserrechtliche Vorgabe: Für die Einleitung von Oberflächenwasser musste ein entsprechender Ausgleich geschaffen werden. Insgesamt wurden dafür 715 Kubikmeter Rückhaltevolumen gebaut.