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Kiew – Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise nach oben. Davon soll Moskau nicht profitieren – das fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Gleichzeitig erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Kreml.

Selenskyj erklärte, Russland verlängere den Iran-Krieg, indem das Moskauer Regime Teheran mit Spionage-Daten versorge. Dafür gebe es neue Beweise, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht.

Auch der Nachrichtendienst SBU habe ihm demnach Bericht erstattet. Der Kreml dürfe nicht von höheren Ölpreisen durch die geopolitische Krise profitieren, forderte der Staatschef.

Lob für Angriffe auf Ölindustrie

Dann richtete er den Blick auf die eigenen Truppen. Den Soldaten dankte er für ihre „Treffsicherheit“ bei Angriffen auf die russische Ölindustrie. Diese ist wichtig für Moskaus Kriegskasse. Außerdem sprach Selenskyj von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.

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Unter Berufung auf Geheimdienstinformationen warnte der Präsident die Ukrainer davor, dass Russland einen schweren Angriff planen könne. Seit mehr als vier Jahren führt Russland einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.