Die Sperrmüllentsorgung in Karlsruhe ist eigentlich als geordneter Bürgerservice vorgesehen: Sperrige Abfälle, die auch zerkleinert nicht in den Restmüllbehälter passen, können vor der Haustür bereitgestellt und abgeholt werden.
Die Regelungen – an sich klar verständlich – werden jedoch zunehmend missachtet und belasten die Karlsruher Abfallwirtschaft „Team Sauberes Karlsruhe“ (TSK) immer stärker. Besonders in Stadtteilen mit Mehrfamilienhäusern nimmt die Verschmutzung ein unverhältnismäßiges Ausmaß an.
„Wir reinigen eigentlich immer und überall nach“
Grundsätzlich ist die Beseitigung der Müllreste Aufgabe der Anlieger. Abfälle, die nicht zum Sperrmüll gehören, werden vom TSK nicht abgeholt und müssen spätestens am nächsten Tag von den Anliegern entfernt oder ordnungsgemäß entsorgt werden. Zudem sind die Anlieger verpflichtet, bei Bedarf den Gehweg zu reinigen.

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Falscher Sperrmüll in der Oststadt (Archivbild)
Foto: Katharina Peifer
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Falscher Sperrmüll in der Oststadt (Archivbild)
Foto: Katharina Peifer
Doch so einfach wie die Verpflichtung im Gegenzug zur Inanspruchnahme des Bürgerservice klingt, ist es in der Praxis nicht. „Die Verschmutzungen sind ein größeres Problem geworden“, teilt eine Sprecherin des TSK der Redaktion mit. „Wir reinigen eigentlich immer und überall nach.“ Das bindet erhebliche Kapazitäten des TSK, die für diesen zusätzlichen Aufwand ursprünglich gar nicht vorgesehen sind.
Problemviertel zeichnen sich ab
In den letzten Jahren nimmt die Verschmutzung nach den Sperrmülltagen in Karlsruhe zudem deutlich zu. „Es nimmt schon überhand“, betont die Sprecherin. Viele Menschen stellten zusätzlichen Müll ab, der nicht den Anforderungen der Sperrmüllentsorgung entspricht.

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Falscher Sperrmüll in der Oststadt (Archivbild)
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Falscher Sperrmüll in der Oststadt (Archivbild)
Foto: Katharina Peifer
Betroffen sei vor allem die Innenstadt sowie Stadtteile mit anonymen Bewohnerstrukturen. Das seien vor allem Gebiete, „in denen viele Leute in Mehrfamilienhäusern leben“, so die Sprecherin.
Um das Problem in den Griff zu bekommen, setzt das TSK auf Aufklärung. Im Juni soll dafür eine eigene Kampagne gestartet werden, die die Karlsruher umfassend darüber informiert, was erlaubt ist und welche Regelungen gelten.
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Gerrit Lieb
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