Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten“ erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.
Bitte nicht einsteigen. Die Verdichtung des Bustakts ist ein Wunsch vieler Kunden des öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg. Seit Langem scheitere es vor allem am Fahrermangel, heißt es immer wieder vonseiten der Stadtwerke. Ob nun etwa Reisebusse eingesetzt werden, um die Taktdichte zu erhöhen, mag sich so mancher Fahrgast kürzlich am Königsplatz gefragt haben. Denn da hielt ein Reisebus aus Niedersachsen dort, wo sonst Busse und Trams der Stadtwerke (SWA) halten. Der kurze Stopp war allerdings der Not des Busfahrers geschuldet, der zuvor die Konrad-Adenauer-Allee befahren hatte und eigentlich in die Katharinengasse einbiegen wollte. An der Stelle gab es für den großen Bus allerdings kein Vor und Zurück mehr – zu groß war der Bus, zu klein die Gasse. Autos hupten, da der Bus die Allee blockierte. Deshalb wählte er den Weg, der auch eigentlich für Busse bestimmt ist, und fuhr in das Haltestellendreieck hinein. Wie er dort wieder richtig herausfahren konnte, erfuhr er von dem freundlichen SWA-Mitarbeiter, der ihm sofort zu Hilfe eilte. Augsburger Fahrgäste ließ er nicht einsteigen.
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Open-Air-Wohnzimmer. In Augsburg wird immer wieder über mehr Aufenthaltsqualität und Orte für Begegnungen diskutiert. Ob diese Gedanken auch dem Besitzer einer alten Gartenlounge durch den Kopf gegangen sind, als er diese auf einer Verkehrsinsel in Hochzoll abgestellt hat? Einladend sieht das Ensemble auf jeden Fall aus. Man kann sich gut vorstellen, hier in der Sonne Platz zu nehmen, den Verkehr zu beobachten und zu warten, bis sich weitere Passanten dazugesellen, um mit ihnen mit einem leckeren Getränk anzustoßen. Es wäre quasi eine Art öffentliches Open-Air-Wohnzimmer im Stadtteil. Vielleicht hätte sogar noch ein Bücherschrank Platz. Toll! Die Gedanken, ob die Lounge dort überhaupt langfristig stehen bleiben dürfte oder man eventuell eine Nutzungsänderung für die Verkehrsinsel beantragen und den Lärmschutz beachten müsste, blenden wir an dieser Stelle einfach aus. Und auch die, dass der Absteller wohl einfach zu faul war, um sie zum Wertstoffhof zu bringen…

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In Hochzoll ist eine offenbar ausrangierte Sitzlounge auf einer Verkehrsinsel abgestellt worden.
Foto: Andrea Wenzel
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In Hochzoll ist eine offenbar ausrangierte Sitzlounge auf einer Verkehrsinsel abgestellt worden.
Foto: Andrea Wenzel
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Gelassene Hotelturm-Bewohner. Donnerstagabend. Feueralarm im Hotelturm. Alle Bewohner sollen das Gebäude über den Treppen-Aufgang verlassen. Die Aufzüge sind gesperrt. Der Autor dieser Zeilen will nicht verbrennen, schließlich muss er am Freitag in die Arbeit. In Erwartung hektischer Menschenmassen betritt er den Treppenaufgang. Doch auf dem Marathon, 28 Stockwerke hinab, ist keine Menschenseele zu sehen. Feuerwehr und Polizei rücken in Großaufgebot an. Rund 30 Bewohner warten vor dem Eingang, bis sie ihre Wohnungen wieder betreten dürfen. Der Blick nach oben verrät: Die meisten Hotelturm-Bewohner sind in ihren Wohnungen geblieben. Angst vor einem möglichen Feuer hatten sie offenbar nicht. Oder sie hatten bereits mit dem Leben abgeschlossen. Nach 90 Minuten ist der Einsatz beendet. Fehlalarm.

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Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr am Donnerstagabend ließ die meisten Hotelturm-Bewohner kalt.
Foto: Jonas Klimm
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Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr am Donnerstagabend ließ die meisten Hotelturm-Bewohner kalt.
Foto: Jonas Klimm
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