
In Berlin laufen nach rbb-Informationen Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Stromnetz im September 2025 in Berlin-Adlershof. Auch in anderen Städten werden Gebäude durchsucht.
An mehreren Orten in Berlin laufen nach rbb-Informationen derzeit Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Adlershof im September 2025.
Aktionen gibt es laut Generalstaatsanwaltschaft unter anderem im Wedding, in Prenzlauer Berg, Neukölln und Kreuzberg. Des Weiteren sind Objekte in Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen betroffen. Insgesamt werden demnach 17 Objekte von 500 Einsatzkräften untersucht, 14 davon in Berlin.
45.000 Haushalte waren ohne Strom
Der Razzia waren laut Berliner Polizei Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes unter anderem wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage, Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie der Brandstiftung im Zusammenhang mit einem „Brandanschlag auf zwei Hochleitungsmasten für Starkstrom am 9. September 2025 in Berlin-Johannisthal“ vorausgegangen. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertungen der aufgefundenen Beweismittel, dauern demnach an.
Bei dem Brandanschlag in Adlershof im September des vergangenen Jahres waren rund 45.000 Haushalte und Gewerbe ohne Strom. Der Blackout dauerte etwa 60 Stunden. Er war bis zu einem Anschlag im Januar diesen Jahres in Lichterfelde der bis dahin längste Stromausfall in Berlin seit dem 2. Weltkrieg. Bei einigen betroffenen Firmen wurden nach Schätzungen Schäden zwischen 30 und 70 Millionen Euro verursacht.
Sendung: rbb24 Inforadio, 24.03.2026, 9:40 Uhr