Kommt die Umfahrung Hagsfeld und wenn ja, wann, wie und für wie viel Geld? Das sind alles Fragen, über die am heutigen Dienstag, 24. März, der Karlsruher Gemeinderat entscheiden muss. Das Problem: Die Planungen stehen auch nach Jahren noch auf wackeligen Beinen.

Das sorgte in der jüngsten Vergangenheit – angesichts der gähnenden Leere in der Haushaltskasse der Fächerstadt – für Zweifel und Diskussionen unter den Fraktionen. Doch nicht nur die Politiker debattieren über das Bauprojekt. Auch viele ka-news-Leser sind nicht von den bisherigen Planungen für die Umfahrung überzeugt.

„So sieht kein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern aus“

Das wird deutlich in den Kommentaren und Zuschriften, die ka-news im Anschluss an einen Leseraufruf im vorangegangenen Artikel erhielt. So schreibt etwa Leser A. Holzach: „Die Planlosigkeit ist erschreckend. Alternativen wurden nicht geprüft, verkehrsberuhigende Maßnahmen zu wenig initiiert, Planungsgelder in den Sand gesetzt. So sieht kein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern aus.

Alltägliches Verkehrschaos in Hagsfeld.

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Alltägliches Verkehrschaos in Hagsfeld.
Foto: Thomas Riedel

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Alltägliches Verkehrschaos in Hagsfeld.
Foto: Thomas Riedel

Ganz davon abgesehen zerstört man das einzige zu Fuß erreichbare Naherholungsgebiet für Rintheim. So darf nicht gebaut und noch mehr Landschaft versiegelt werden. Schon gar nicht nach der Streichliste für den Sparhaushalt der Stadt.“

„Mehr Straßen für Autos führen zu mehr Verkehr“

Winfried Birke schreibt: „Wer 20 Jahre für die Ortsumgehung von Hagfeld braucht, der hat bisher und wird auch künftig planlos handeln.“ Auch in den sozialen Netzwerken wird lebhaft diskutiert. Facebook-Userin Jutta Schückle
sieht in dem Projekt eine Parallele zu der Umgehung in Berghausen nach Jöhlingen: „Ewig lange verschieben und deswegen wird’s immer teurer. Besser wird es für alle Beteiligten überhaupt nicht“, schreibt sie.

Hier könnte rechts abbiegen künftig möglich sein - wenn die Umfahrung gebaut wird.

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Hier könnte rechts abbiegen künftig möglich sein – wenn die Umfahrung gebaut wird.
Foto: Gerrit Lieb

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Hier könnte rechts abbiegen künftig möglich sein – wenn die Umfahrung gebaut wird.
Foto: Gerrit Lieb

Nutzer Dirk Dorsch sieht in dem Bau der Umfahrung den Beginn eines Teufelskreises: „Mehr Straßen für Autos führen zu mehr Verkehr. Unter Fachleuten ein Nobrainer“, schreibt er auf Facebook. „Die Hälfte der Wege ist kürzer als fünf Kilometer, diese kann man problemlos mit dem Rad bewältigen, dafür braucht man auch meist keine neuen Straßen.“

„Die Umfahrung muss kommen“

Kritik an dieser Aussage kommt unter anderem von Kevin Henninger. Er ist nach eigenen Aussagen selbst Anwohner Hagsfelds: „An normalen Tagen ersticken wir im Berufsverkehr, von einer möglichen Sperrung der A5 in Richtung Norden mal ganz abgesehen. Dann geht in Hagsfeld nämlich gar nichts mehr“, schreibt er in seinem Kommentar.

Die Anwohner in Hausfeld gehen für eine Umfahrung auf die Straße.

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Die Anwohner in Hausfeld gehen für eine Umfahrung auf die Straße.
Foto: Thomas Riedel

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Die Anwohner in Hausfeld gehen für eine Umfahrung auf die Straße.
Foto: Thomas Riedel

Für ihn gibt es trotz der Kritik an den Planungen nur eine richtige Antwort: „Die Umfahrung muss kommen, da gibt es keine zwei Meinungen, außer man selbst ist nicht betroffen!“

Wie der Gemeinderat am Dienstag bezüglich der Südumfahrung Hagsfeld entscheidet und was diskutiert wird – ka-news wird berichten.

  • Melissa Betsch

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