Das scheint zu funktionieren, viele Menschen kennen und mögen ihn hier. Es sind Mitarbeiter des Hotels im ersten Stock, Anwohner aus dem Kiez. Sie begrüßen ihn mit Händeschütteln, kaufen ihm beim Bäcker Kaffee und Gebäck, bleiben stehen und unterhalten sich. “Der ist immer nett, stört und belästigt keinen”, sagt einer über Bülent A.
Trotzdem hat das Management vom “Moa Bogen” Bülent A. ein Hausverbot erteilt. Als wir ihn für die rbb-Reportage “Obdachlos in Berlin” Mitte März treffen, hilft er immer wieder Passanten mit Rollator oder Kinderwagen, denn die Automatiktür scheint an diesem Vormittag nicht zu funktionieren. Viele Kunden danken ihm, doch Bülent A. hat in diesem Augenblick gegen die Regeln verstoßen.
Es wurde ihm verboten, die Türen zu öffnen – aus Sicherheitsgründen, wie das Management im Gespräch mit dem rbb erklärt. Der Eingang ist zentraler Flucht- und Rettungsweg und das “dauerhafte, manuelle Blockieren der Sensorentechnik” führe zu technischen Defekten an der Automatik-Türanlage. Außerdem hätten sich im Winter Mieter über “empfundenen Temperaturschwankungen” beschwert, die beim Aufhalten der Türen durch Bülent A. entstanden seien.