MDR KULTUR: Herr Fitzek, auf der Leipziger Buchmesse geben Sie Autogramme, Interviews, Lesungen – macht das noch Spaß oder ist so eine Buchmesse für Sie eigentlich nur noch Stress?

Daraus kann man im Übrigen auch Geschichten ziehen. Auf der Messe war beispielsweise ein Pärchen, das gar nicht wollte, dass ich etwas unterschreibe. Stattdessen haben sie mir eine Einladung zu ihrer Hochzeit gegeben. Ich frage, wie komme ich zu der Ehre? Und sie sagt, ein Jahr vorher standen wir auf der Messe in der Schlange und kannten uns nicht, haben uns kennengelernt – und jetzt heiraten wir. Deine Schlange hat dazu geführt, dass wir ein Paar sind und deswegen laden wir dich ein. Das sind Geschichten, die kann man sich kaum ausdenken.

Es ist wirklich unglaublich, wie viel man selbst aus 30-sekündigen Begegnungen mit Leserinnen und Lesern ziehen kann.

Sebastian Fitzek
Thriller-Autor

Bleibt Zeit, selbst auf der Buchmesse zu stöbern und sich umzuschauen?

Ja, und zwar nach 18 Uhr beispielsweise. Da muss ich natürlich auch noch ein bisschen aufräumen, gucken, dass alles noch so ist, wie es ist. Und dann habe ich noch die Möglichkeit, über die Buchmesse zu schlendern. Während der Messe bin ich lieber für die Leserinnen und Leser ansprechbar.