Viele Autofahrer reiben sich derzeit verwundert die Augen an der Zapfsäule: Diesel kostet mancherorts mehr als Superbenzin. Dabei galt der Kraftstoff lange als die günstigere Alternative. Doch die aktuelle Entwicklung hat mehrere Gründe – und einige davon dürften bleiben.

Die aktuellen Preise

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Am Montagmorgen lagen die Dieselpreise in Neubrandenburg je nach Tankstelle zwischen 2,349 und 2,439 Euro, während Super Plus zwischen 2,319 und 2,509 Euro pro Liter kostete. In Prenzlau boten die Tankstellen Diesel zu einem Literpreis von 2,359 bis 2,399 Euro an, während Super Plus dort zwischen 2,319 und 2,439 Euro erhältlich war.

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Diesel benötigen auch Speditionen und die Industrie

Laut Experten reagiert Diesel empfindlicher auf Engpässe, weil er nicht nur im Pkw-Verkehr genutzt wird. Auch Speditionen, Landwirtschaft und Industrie sind darauf angewiesen. Die Nachfrage bleibt also hoch – selbst wenn die Preise steigen. Hinzu kommt ein saisonaler Effekt: Diesel ist eng mit Heizöl verwandt. Gerade in den kälteren Monaten steigt der Bedarf zusätzlich, was den Preis weiter nach oben treibt.

Wie Autofahrer mancherorts die hohen Spritpreise umgehen, zeigt das folgende Video:

Hohe Nachfrage und globale Krise

Auch politische Vorgaben spielen eine Rolle. Seit Anfang 2026 ist der Preis durch höhere CO₂-Abgaben gestiegen.

Weil Diesel pro Liter mehr CO₂ ausstößt als Benzin, wird er dadurch stärker belastet. Dass Diesel trotzdem traditionell niedriger besteuert wird als Benzin, fällt derzeit kaum ins Gewicht. Die Kombination aus hoher Nachfrage, globalen Krisen und steigenden Klimakosten hebt den Preisunterschied weitgehend auf. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.

Experten gehen davon aus, dass die Preise weiter schwanken – abhängig von der Entwicklung auf dem Weltmarkt und der politischen Lage. Für Autofahrer bedeutet das vorerst: Der Griff zur günstigeren Zapfsäule bleibt Glückssache.