Newsblog zum Krieg in Nahost
Iran lockert Regeln für Straße von Hormus
Aktualisiert am 25.03.2026 – 01:00 UhrLesedauer: 13 Min.
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Quelle: Altaf Qadri/AP)
Die USA verlegen Tausende Fallschirmjäger in den Nahen Osten. Der Iran lockert Regeln für Straße von Hormus. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe visierten „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ an, erklärte die israelische Armee am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram. Zuvor hatte die Armee mehrmals neue Raketensalven des Iran auf Israel gemeldet.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) erklärte, Rettungskräfte hätten einen Mann behandelt, der auf dem Weg zu einem Schutzraum verletzt worden sei. Am späten Dienstagabend hatte MDA neun Verletzte bei einem iranischen Raketenangriff in dem Gebiet Bnei Brak im Zentrum Israels gemeldet. Unter den Verletzten seien sechs Kinder. Weitere drei Menschen seien im naheliegenden Givat Schmuel verletzt worden.
Die israelische Armee kündigte außerdem an, sie werde weiterhin Irans Fähigkeit, Raketen zu produzieren und abzufeuern, ins Visier nehmen. „Wir treffen jedes Glied in der Raketenkette, von den Fertigungsanlagen über die Abschussvorrichtungen bis hin zu den Raketen selbst“, sagte der israelische Armeesprecher Effie Defrin in einer Fernsehansprache. Die Zahl der iranischen Abschüsse ist Defrin zufolge auf durchschnittlich etwa zehn Raketen pro Tag zurückgegangen. Der Iran versuche, seine Anstrengungen alle paar Tage zu bündeln und im größeren Umfang zu feuern, vor allem auf Bevölkerungszentren. „Wir sind darauf vorbereitet und setzen die Jagd auf die Soldaten und Kommandeure des Raketenapparats fort, um sie auszuschalten“, sagte er.
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge die wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran angegriffen. Sie sei schon im Krieg im vergangenen Jahr Ziel eines Bombardements gewesen, teilte das Militär am Abend mit. Irans Führung sei in den vergangenen Monaten jedoch dabei gewesen, die Fähigkeiten der Anlage in Isfahan wieder herzustellen.
Die israelische Luftwaffe habe im Laufe des Tages Dutzende Ziele im Iran ins Visier genommen, darunter Raketenabschussrampen, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben aus Teheran erneut ein Geschoss eingeschlagen. Die iranische Atomenergieorganisation teilte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit, niemand sei verletzt worden. Es habe auch keine Schäden an der Anlage des Kraftwerks gegeben.
Am Dienstag vergangenen Woche war bereits ein Projektil auf dem Kraftwerksgelände eingeschlagen. Auch damals blieb die Anlage unbeschädigt. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
