Neben Longwy nimmt noch eine weitere Schule aus Arles an dem Austausch Teil. Das habe sich spontan dadurch ergeben, dass die Schüler bereits eine Brieffreundschaft mit der französischen Schule hatten und sich mehr Deutsche als Franzosen bei dem Austausch angemeldet hatten, erklären die Mitorganisatorinnen Stéphanie Caupin und Uta Binanzer.
Aus Frankreich in den Schwarzwald
Im Januar hatten die OHG-Schüler die Partnerstadt Longwy besucht, nun kamen die Franzosen in den Schwarzwald. Im Nagolder Rathaus wurden die Klassen aus Longwy empfangen, die Klassen aus Arles starteten im „YOUZ“ mit einem von den OHG-Schülern vorbereiteten Buffet.
Mit Buffet wurden die Schülerinnen und Schüler im Nagolder „YOUZ“ begrüßt. Foto: Manuel Virág
„Es freut mich sehr, dass die Schüler hier so nett und herzlich empfangen wurden“, findet Caupin. Sie erhoffe sich, dass die Schüler im weiteren Verlauf der Woche auf einer Wellenlänge bleiben und trotz verschiedener Sprachen Gespräche zwischen ihnen entstehen.
Tanzen wird auf jeder Sprache verstanden
Damit die Schüler neben den eher strikteren Schulbesuchen die Gelegenheit haben, sich auch mal in einer entspannteren Atmosphäre zu unterhalten, organisierten die Lehrer eine gemeinsame Tanzparty in „Gregors Tanzschule“.
Auch die OHG-Schüler, die es aus Platzgründen nicht mehr in das Austauschprogramm geschafft hatten, waren eingeladen. „Mal schauen, ob mein Französisch gut genug ist“, lachte Tanzlehrer Gregor Schelp.
Angeleitet von Schelp und Dorit Abele, tanzten die mehr als 40 Jugendlichen zunächst einen „Linedance“. Das ist eine Tanzform, in der die Tänzer in Reihen vor- und nebeneinander eine gemeinsame Choreographie tanzen.
Spaß verstanden die Schüler hier auch ohne Sprache; Das Wirbeln über die Tanzfläche und das gemeinsame Kichern bei einem Fehltritt war Ausdruck genug.
Bei den Franzosen steht diese Woche noch einiges an
Später durften die jungen Tänzer beim „Freestyle“ ihre eigenen „Moves“ zeigen. Dabei war es auch völlig egal ob deutsch oder französisch; den Text von Zara Larssons „Lush Life“ oder dem Eurodance-Klassiker „Cotton Eye Joe“ konnte jeder mitsingen.
Egal ob deutsch oder französisch: Musik wird auf jeder Sprache verstanden. Foto: Manuel Virág
„Es freut mich sehr, dass sie alle so gut mitmachen“, meint Caupin. Bei Kaltgetränken und ein paar Snacks klang der Abend dann langsam aus. In den kommenden Tagen haben die Gäste aus dem Nachbarland noch einiges vor.
In den nächsten Tagen besuchen sie unter anderem das Schloss Lichtenstein bei Reutlingen und das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, erzählen die Austausch-Begleiter Lise Perard und Baptiste Fagard.
Am Donnerstag, dem 26. März, geht es für die Schüler dann nach rund einer Woche zurück nach Frankreich.